Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg


Information
Spendenkonto

Freunde des Südasien-­Instituts e.V.
(vollständiger Kontoinhaber: Vereinigung der Freunde und Förderer des Südasien-­Instituts e.V.)
Sparkasse Heidelberg
Stichwort/title: “Erdbeben Nepal”, or, if you want to specify your donation, add: “child-­help” or “longterm reconstruction”
IBAN: DE37 6725 0020 0001 3006 95
SWIFT-­BIC: SOLADES1HDB

Kontakt

Dr. Martin Gieselmann
Südasien-Institut
Tel. +49 6221 54-8900
gieselmann@sai.uni-heidelberg.de

Pressespiegel

TV-Beiträge:
ARD Brennpunkt:
SWR Landesschau Baden-Württemberg:

Zeitungsartikel:
Ludwigsburger Kreiszeitung: (Web, PDF)
Badische Zeitung: (Web, PDF)
FAZ: (PDF)
RNZ: (PDF)

Webseiten-Artikel:
Deutschlandfunk: (Web, PDF)
SWR2 Kulturgespräch (Web, PDF)
SWR Dossier zum Erdbeben in Nepal: Hilfe aus Baden-Württemberg

Radio-Beiträge:

SWR2: Kulturgespräch (Web, mp3)

Anderes:

Forensic Disaster Analysis (FDA) report des CEDIM

Meldung der Uni Heidelberg

Druckversion Spendenaufruf

Flyer Spendenaufruf

SAI "Nepal Erdbeben Hilfsfonds Heidelberg "


Liebe Freunde und Kollegen,

als Reaktion auf das verheerende Erdbeben vom 25. April, das vor allem Nepal aber auch die angrenzenden Länder getroffen hat, wenden wir uns an Sie mit der Bitte zur Unterstützung unserer Initiative. Das Südasien-Institut (SAI) hat einen „Nepal Erdbeben Hilfsfond Heidelberg“ gestartet und wir würden uns freuen, wenn Sie diese Initiative unterstützen und weitergeben.

Worum geht es?

Aufbauend auf der jahrzehntelangen Erfahrung in Nepal wollen wir sowohl Soforthilfe als auch langfristige Unterstützung bereitstellen. Seit den 1960er Jahren hat sich das SAI in verschiedener Form mit Themen wie Erdbeben, Urbanisierung, Ritual- und Textstudien sowie Geschichte befasst. Unsere Außenstelle wurde 1987 eingerichtet und liegt in Sanepa, Patan, Kathmandu. Unsere Außenstellenleiterin, Nadine Plachta, M.A. garantiert, dass die Spendenmittel unmittelbar und sicher ankommen. Alle von uns ausgewählten Projekte basieren auf langjährigen und verlässlichen persönlichen Kontakten. 



 1. Unterstützung von Gruppen die sofortige Hilfe benötigen  

Beiträge zur Erleichterung der humanitären Notlagen: Einer unserer Freunde Pushpa Basnet (CNN 2012 hero), unterhält das Kinderheim ‘Early Childhood Development Center (ECDC)’ in Budhanilkantha, Kathmandu. Das gerade erstellte Gebäude wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen und die Kinder notdürftig in Gewächshäusern untergebracht (Bilder).  

 

  

 

Links: Pushpa Basnet links, mit Kindern des ECDC

 

Das ECDC widmet sich der Unterstützung von Kindern, deren Eltern in Nepal im Gefängnis sitzen. Häufig wachsen sie an der Seite ihrer Mütter in den Haftanstalten auf. Dies ist kein Ort für Kinder und durch das ECDC erhalten sie einen eigenen Platz und die Möglichkeit zur Ausbildung, damit sie dem Teufelskreis von Armut und Kriminalität durchbrechen können. Die ECDC-Häuser bieten ein sicheres und konstruktives Umfeld, das den Kindern eine bessere Zukunft ermöglicht.

Da es neben ECDC auch andere Organisationen gibt, die Soforthilfe für Bedürftige bereitstellen, bitten wir um ihr Vertrauen, dass wir ggf. auch solche Empfänger von Spenden berücksichtigen. Wir werden uns bemühen, sie darüber hinaus über mögliche weitere Empfänger zu informieren, und Sie – wenn Sie es wünschen und uns dieses entsprechend mitteilen – darüber in Kenntnis setzen.  



2. Langfristige Aufbauarbeit ist notwendig

Wie andere Königsplätze in Bhaktapur und Kathmandu ist auch der Patan Darbar Platz Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Er ist eine der Hauptattraktionen des internationalen Tourismus, der für die Wirtschaft des Landes von entscheidender Bedeutung ist. Gleichzeitig ist der Patan Darbar Platz auch Knotenpunkt des materiellen und immateriellen Erbes der reichen und langen historischen und religiösen Traditionen im Kathmandutal. Bis heute ist er weniger Museum als vielmehr ein lebendiger und pulsierender Ort. Die Menschen identifizieren sich mit ihm, hier leb(t)en die Götter und mischen sich unter die Menschen.

Aufgrund der eigenen Forschungserfahrungen in Kathmandu sind wir uns der Bedeutung des kulturellen Erbes bewußt, die sich nicht auf Tourismus beschränkt, sondern für die lokalen Gemeinschaften elementarer Bestandteil ihres rituellen, sozialen und kulturellen Leben ist. In vielen Gesprächen der letzten Tage mit Freunden vor Ort die das Unglück überlebt haben, wurde die Erleichterung gerettet zu sein spürbar – aber ebenso deutlich spürbar war die Sorge um kollabierte Tempel, deren Götter nun ebenso obdachlos sind wie die Menschen.

Darum wollen wir Geld sammeln, das auch direkt für den Wiederaufbau des Patan Darbar Squares eingesetzt wird, und damit einem der Plätze wiederherstellen, an dem die „Stiftung zum Erhalt des Kathmandutals“ (Kathmandu Valley Preservation Trust, KVPT, http://www.kvptnepal.org/) tätig ist, dessen Team von ebenso professionellen wie  engagierten Mitarbeitern wir seit Jahrzehnten kennen. Zynischerweise handelt es sich um genau diejenigen Stätten, mit deren Renovierung und Wiederaufbau sich der KVPT hauptsächlich beschäftigte.  

Die “Stiftung zum Erhalt des Kathmandutals” (The Kathmandu Valley Preservation Trust, KVPT) wurde 1991 mit dem Auftrag gegründet, das  ebenso außergewöhnliche wie bedrohte architektonische Erbe des Kathmandutals zu sichern. Die negativen Auswirkungen der heutigen Entwicklungszwänge sind nicht nur eine Gefahr für einzelne Monumente sondern auch für die Zukunft des öffentlichen Raums und des urbanen Lebens im gesamten Tal.

In den vergangenen zwanzig Jahren hat die KVPT mehr als fünfzig historische Gebäude gerettet, darunter Tempel, Stufenbrunnen, Klöster, Paläste und Wohnsitze. Sie hat dabei drei große Kampagnen zur Erhaltung im städtischen Maßstab durchgeführt. Die KVPT arbeitet dazu mit lokalen und internationalen Spezialisten, pädagogischen Einrichtungen, verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, und dem Ministerium für Archäologie der nepalesischen Regierung zusammen. Maßnahmen zur Restaurierung und Erhalt haben signifikante Forschungs- und Ausbildungsprogramme in die Wege geleitet und das KVPT-Büro am Patan Darbar Square ist zu einem Zentrum für Architektur und Stadtplanung avanciert (aus: http://www.kvptnepal.org/).

  

Wir stellen sicher, dass das Geld für die Wiederherstellung der baufälligen Gebäude eingesetzt wird. Da Nepal zu einem Großteil von Tourismus abhängig ist, müssen wir sicherstellen, dass diese zentrale Einnahmequelle so schnell und so professionell wie mögliche wiederhergestellt ist. Aber wir wollen ebenfalls sicherstellen, dass das reiche örtliche soziale und rituelle Leben instandgesetzt wird, ebenso wie die Hoffnung darauf, eine Hoffnung die lange anhaltende Wirkung haben wird. Darüber hinaus wollen wir unsere regionale Kompetenz dafür einsetzen, die Nepalesen dabei zu unterstützen ihr einmaliges Erbe zu bewahren.



Wenn Sie spenden möchten, nutzen Sie das folgende Bankkonto:

Freunde des Südasien­‐Instituts e.V. (vollständiger Name: Vereinigung der Freunde und Förderer des Südasien­‐Instituts e.V.)

Sparkasse Heidelberg, Stichwort: Erdbeben Nepal

(wenn Sie die Verwendung ihrer Spende genauer eingrenzen wollen, fügen Sie “Kinderhilfe” oder “Aufbauarbeit” hinzu)

IBAN: DE37 6725 0020 0001 3006 95

SWIFT‐BIC: SOLADES1HDB

 

Sie erhalten eine Spendenbescheinigung auf Anforderung. Wenn Sie uns ihre e-mailgeben, informieren wir sie regelmäßig über den Fortgang der Hilfsmaßnahmen.

 

Heidelberg, 27. April 2015

 

Manik Bajracharya, Christiane Brosius, Martin Gieselmann, Niels Gutschow, Rajan Khatiwoda, Axel Michaels, Marcus Nüsser, Nadine Plachta

  
Bilder von Rajendra Shakya
Patan Durbar Square, an dem sowohl die Suche nach überlebenden wie auch nach Statuen von Gottheiten und anderen wertvollen Gegenständen aus den Tempeln vor sich geht


  
Bilder von Rajendra Shakya
Statue des Königs wird ins Patan Museum gebracht


  
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