Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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South Asia Institute Papers
Prof. Dr. Rahul Mukherji:
Governing India: What do we know and need to know?
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Nachruf für Prof. Dr. Willem Bollée

Mit tiefstem Bedauern teilen wir die traurige Nachricht mit, dass Herr (Apl.) Prof. Dr. Willem Bollée (*1927) am 16. Mai 2020 völlig unerwartet verstorben ist. Prof. Bollée hatte eine langjährige Verbindung mit dem Südasien-Institut der Universität Heidelberg, wo er 1977 bei Prof. Berger habilitierte (Studien zum Sūyagaḍa 1977, Steiner, Wiesbaden) und über zwei Jahrzehnte (1975-1997) lehrte. In dieser Zeit vertrat er ebenfalls Prof. Sontheimer und Prof. Berger.

Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte waren der Jinismus und der frühe Buddhismus, wobei sein besonderes Interesse bisher noch unübersetzten mittelindischen Texten galt. Auf der Suche nach solchen begab er sich auch immer wieder auf Forschungsreisen nach Süd- und Südostasien, so bereits Anfang der 60er Jahre ins (heutige) Myanmar und nach Thailand. An diesem reichen Erfahrungsschatz ließ er auch seine Student*innen gerne teilhaben, um so neben der Vermittlung einer fundierten philologischen Ausbildung auch immer wieder die Begeisterung für die süd- und südostasiatischen Kulturen und Religionen zu wecken.

Beginnend mit seiner Dissertation über Ṣaḍviṃśa-brāhmaṇa (Utrecht, 1956) publizierte Prof. Bollée zahlreiche Editionen, Übersetzungen und Indexe u.a. Vyavahāra bhāṣya pīṭhikā (2006, Hindi Granth Karyalay, Mumbai), Samantabhadra Deva´s Ratnakaraṇḍaka Śrāvakācāra (2010, Sundara Prakashana, Bangalore) und A cultural encyclopaedia of the Kathāsaritsāgara in keywords (2015, Universitätsverlag Halle-Wittenberg).

Als unermüdlicher Akademiker war Prof. Bollée bis zum letzten Tag wissenschaftlich aktiv. Zwei seiner Werke: Stylistic repetition in Bāṇaʼs Harṣacaritam and Kādambarī (Feb. 2020) und die überarbeitete 2. Edition seiner Monografie Gone to the dogs in ancient India (Mar. 2020) sind noch in diesem Jahr bei CrossAsia-Repository erschienen. Er war auch ein Mitarbeiter der Pali Wörterbuches Critical Pali Dictionary in Copenhagen und Hamburg.

Prof. Dr. Willem Bollée erhielt den begehrten Acārya Hemacandra Sūrī Preiz als Anerkennung seiner Leistungen und Verdienste in dem Bereich von Jinismus (2004) und Prakrit Jñānabhāratī International Award (2005).

Prof. Bollée hinterlässt seine Frau, Prof. em. Dr. Annegret Bollée (Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft und Mediävistik an der Universität Bamberg).

 


Gratulation an Khalid Sanjarani

Wir gratulieren herzlich Dr. Khalid Sanjarani (ehemaliger Gast der Abteilung Neusprachliche Südasienstudien) zur Auszeichnung „Best Researcher Award“ von der Higher Education Commission Pakistan. Der Preis wurde ihm am 7. August 2019 für seine Forschung zu Iqbal und Heidelberg verliehen.

Dr. Khalid Sanjarani war von 2008-2009 als Postdoctoral Fellow an der Abteilung Neusprachliche Südasienstudien tätig und hat seit 2018 eine Professur an der Government College University in Lahore inne.


Neues Buch von Jürgen Schaflechner und Christina Oesterheld

Oxford University Press Pakistan veröffentlichte vor Kurzem ein neues Buch von Jürgen Schaflechner (Wissenschaftlicher Assistent der Abteilung Neusprachliche Südasienstudien) und Christina Oesterheld (ehemalige Urdu-Lektorin der Abteilung Neusprachliche Südasienstudien) mit dem Titel „Pakistan: Alternative Imag(in)ings of the Nation State“. Das Buch versucht, das vorherrschende Bild über Pakistan zu erweitern, und versammelt dazu Beiträge aus verschiedenen Disziplinen wie Literaturwissenschaft und Anthropologie. Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Vorstellung von Dr. Vera Lazzaretti

Wir begrüßen Dr. Vera Lazzaretti an der Abteilung Kultur- und Religionsgeschichte Südasiens. Zusammen mit Prof. Ute Huesken forscht sie zu „Security and heritage. Unforeseen collusions of two global leitmotifs“ im Rahmen der Flagship Initiative „Transforming Cultural Heritage“ der Universität Heidelberg.

Vera Lazzaretti studierte Philosophie, Kulturanthropologie und Indologie in Italien und promovierte 2013 in Euro-Asien-Studien im Bereich für Indische und Tibetische Studien an der Universität von Turin. Als Postdoktorandin war sie dann am Institut für Kulturwissenschaften und Orientalische Sprachen der Universität Oslo beschäftigt. Zuvor war sie Lehrassistentin und Postdoktorandin an der Universität Mailand und DAAD-Gastwissenschaftlerin am Südasien-Institut.

Ihre Forschungsinteressen umfassen die Anthropologie von Raum und Ort, Religion und Politik in Südasien, contested heritage, securitisation und policing, Transgressionen im Bereich der Religion, städtisches Alltagsleben, religiöse Landschaften, hinduistischer Nationalismus, Ethnographie und südasiatische Kartographie.

Das Profil von Vera Lazzaretti ist hier verfügbar. Detaillierte Informationen zum neuen Projekt finden Sie hier.



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