Mobilitätsfenster
Im Bachelor Studiengang Südasienstudien ist ein Mobilitätsfenster fest im Curriculum verankert. Studierende haben die Möglichkeit im Rahmen des
gleichnamigen Moduls (“Mobilitätsfenster”, 18 LP) ein Berufspraktikum bei einer privaten oder öffentlichen Institution in Südasien zu
absolvieren. Das Berufspraktikum kann durch einen Auslandsstudienaufenthalt oder eine Feldforschung im selben Umfang und mit den
selben Bedingungen ersetzt werden; in begründeten Fällen (altsprachlicher Schwerpunkt o. ä.) kann das fünfte Semester auch in Heidelberg
absolviert werden. Das Praktikum muss mindestens 12 Wochen dauern. Es ist ein wichtiger Schritt hin zur Beschäftigungsbefähigung der
Studierenden. Bereits erworbene fachliche und überfachliche Kompetenzen können in diesem Rahmen angewandt und vertieft werden.
Auf diesem Wege erhalten Studierende die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erlangen und so Berufs- und Zukunftspläne
zu konkretisieren und das im Studium erworbenen Fachwissen anzuwenden. Auch lieferten eine Kombination von Praktikum und Forschung bereits
Daten für die Bachelorarbeit und Anregungen für einen anschliessenden Masterstudiengang. Studierende der ersten drei Jahrgänge haben sich
alle für die Option Berufspraktikum entschieden.
Weitere Möglichkeiten, die 18 LP im Rahmen des Mobilitätsfensters zu erbringen sind, neben dem Berufspraktikum, ein Studienaufenthalt oder eine
Feldforschung in Südasien.
Berufspraktikum
Vor- und Nachbereitung in Heidelberg
Zur Vor- und Nachbereitung des Berufspraktikums werden am Südasien-Institut Seminare angeboten (Reflektierte Praxiserfahrung I und II, Interkulturelles Training), die die Studierenden gezielt auf das Praktikum vorbereiten sowie die Reflexion und Aufbereitung der dort gewonnenen Erfahrungen ermöglichen. Die Teilnahme an diesen Seminaren ist fakultativ, und grundsätzlich empfehlenswert für diejenigen Studierenden, die noch keine Verbindungen nach Südasien haben.
Das Seminar "Reflektierte Praxiserfahrung" (5 LP)
Die Konzeption des Seminars “Reflektierte Praxiserfahrung” wurde gemeinsam von der Studienkoordination am SAI, der SAI Außenstelle in New Delhi, dem Zentrum für Studienberatung und Weiterbildung (ZSW, Abteilung Schlüsselkompetenzen) und dem Career Service der Universität Heidelberg entworfen und durch die Studienkoordination auf die besonderen Bedürfnisse der Studierenden hinsichtlich des Auslandspraktikums zugeschnitten.
Reflektierte Praxiserfahrung I
Der erste Teil des Seminars (Reflektierte Praxiserfahrung I), welcher im 3. Semester angeboten wird, bereitet die Studierenden auf ihr Praktikum vor. Nach einer Klärung der eigenen Interessen und Fähigkeiten bekommen Studierende hier Hilfestellung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen sowie bei der Praktikumsrecherche in Südasien. Studierende, die das Berufspraktikum bereits absolviert haben, geben konkrete Einblicke in das Leben und Arbeiten in Südasien. Als Leistungsnachweis dienen Bewerbungsunterlagen, die in Absprache entweder mit der Studienkoordination, dem Career Service der Universität Heidelberg oder den jeweiligen Außenstellenmitarbeiterinnen besprochen und korrigiert werden können. Die Durchführung dieses Angebots übernimmt die Studienkoordination.
Reflektierte Praxiserfahrung II
Der zweite Teil des Seminars (Reflektierte Praxiserfahrung II) findet nach der Praktikumsphase, im 6. Semester, statt. Dieser bietet die Möglichkeit,
die Vorort gewonnenen Erfahrungen zu reflektieren und aufzubereiten, und Klarheit über das eigene Kompetenzprofil und Berufs- bzw.
Karrierewünsche zu erhalten.
Integraler Bestandteil des Seminars ist die Präsentation der Praktikumserfahrungen, an der auch Studierende jüngerer Semester teilnehmen können.
Die Präsentationen im Rahmen des Seminars finden einmal jährlich im April statt. Studierende erstellen, als bleibendes Resultat ihrer gesammelten
Erfahrungen, Poster-Präsentationen die während des Berufspraktiker-Vortragsreihe ausgestellt werden.
Das Seminar "Interkulturelles Training" (5 LP)
Eine weitere, praxisorientierte Vorbereitung auf das Praktikum, den Forschungs- oder Studienaufenthalt in Südasien bietet das Seminar "Interkulturelles Training". Dieses Seminar ist Teil des überfachlichen Angebots des Studienganges B.A. Südasienstudien. Wie alle, in diesem Bereich angebotenen Veranstaltungen, werden direkte Bezüge zur Region Südasien hergestellt. Probleme der interkulturellen Kommunikation und mögliche Lösungswege werden gemeinsam erarbeitet.
Delhi-Workshop
Im April 2009 wurden Vertretern der Berufspraxis in Südasien das Südasien-Institut und der B.A. Studiengang Südasienstudien im Rahmen des Workshops „India – A New Destination for Career Fulfillment“ vorgestellt. Die Intention des Workshop war es, die Kompetenzen der Studierenden, die sie durch ihre Ausbildung in Heidelberg erlangen, diesen Vertretern vorzustellen, um sodann durch die Präsentationen der Vorort ansässigen Organisationen Informationen darüber zu erhalten, wie der Bedarf an jungen Akademikern für Praktikastellen und den Berufseinstieg in Südasien einzuschätzen ist. Als Resultat des Workshops wurde eine Liste von Kooperationspartnern erstellt, die Studierenden im Rahmen des Seminars “Reflektierte Praxiserfahrung I” als Anregung für mögliche Praktikastellen dient. Die in diesem Rahmen aufgeführten Kooperationspartner haben i.d.R. bereits Studierende des B.A. Studienganges Südasienstudien beschäftigt, bzw. sind interessiert daran Praktikanten aufzunehmen. Dies ermöglicht vor allem Studierenden, die noch keine Kontakte in Südasien haben, eine Annäherung an die Region und ihre beruflichen Möglichkeiten. Die in diesem Rahmen aufgebauten Kontakte werden durch das B.A. Studiensekretariat in Heidelberg und die Außenstellen Vorort gepflegt und ständig erweitert.
Finanzierung des Praktikums
Zur Finanzierung des Praktikums steht das neue DAAD-Stipendienprogramm PROMOS zur Förderung von Auslandsaufenthalten zur Verfügung. Näheres unter: http://www.uni-heidelberg.de/studium/imstudium/ausland/index.html. Des Weiteren besteht die Möglichkeit sich direkt beim DAAD für das Kurzzeit-Stipendienprogramm zu bewerben um das sich in der Vergangenheit bereits zahlreiche Südasienstudien-Studierende erfolgreich beworben haben. BAföG-Empfänger erhalten vom DAAD eine Aufstockung. Ist ein Stipendien-Antrag nicht erfolgreich, besteht die Möglichkeit, Anträge auf Zuschüsse bei der Studiengebührenkommission zu stellen.

