Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Karriere in Indien? Studenten treffen potentielle Arbeitgeber

Die Trendwende hat begonnen: Während hochqualifizierte junge Arbeitnehmer bisher stets von Indien aus gen Westen zogen, wird nun im Gegenzug für deutsche Hochschulabsolventen eine Karriere in Indien immer interessanter. Am 3. und 4. April 2009 treffen sich in New Delhi deutsche Studierende mit indischen Vertretern aus Wirtschaft, Medien und Gesellschaft zu einem gemeinsamen Workshop, um Potentiale einer zukünftigen Zusammenarbeit auszuloten.

Möglichkeiten gibt es dabei viele: Indien verfügt über global aktive Unternehmen - von Tata über Reliance bis zu Wipro und Infosys - die auch für deutsche Arbeitnehmer gute Chancen bieten. Aber auch im Bereich der Nichtregierungsorganisationen, Medien oder internationalen Organisationen warten interessante Aufgaben. „Bisher lag das Interesse der Studenten an Indien fast ausschließlich in den Bereichen Forschung oder Entwicklungszusammenarbeit,“ erklärt Manfred Hake, Geschäftsführer des Südasien-Instituts der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. „Zum ersten Mal nehmen wir nun ein gesteigertes Interesse an einer Karriere in Indien nicht nur unter unseren eigenen Studenten wahr, sondern auch von Studenten aus anderen Bereich wie Medizin, Naturwissenschaften oder Wirtschaftswissenschaften.“

Das Südasien-Institut ist seit seiner Gründung im Jahren 1962 in New Delhi mit einer eigenen Außenstelle vertreten. Deren Leiter Peter Braun hat in den vergangenen zwei Jahren dem Trend entsprechend das Serviceangebot seines Büros für Studierende ausgebaut - seine Aufgaben: „Wir vermitteln Praktika für deutsche Studierende, geben Auskunft zu allen wichtigen organisatorischen Fragen - und wir haben immer ein offenes Ohr für die Probleme, die der Alltag in Indien manchmal so mit sich bringt.“

Dass Indien für Deutschland immer wichtiger wird, ist für kaum jemanden am Südasien-Institut eine Überraschung. Schließlich beobachtet das Institut die Entwicklung des Landes in zahlreichen Forschungsprojekten seit 46 Jahren - und hat dabei auch die wirtschaftliche Liberalisierung Indiens in etlichen Publikationen begleitet.

Nun sollen alle an einer intensiveren Zusammenarbeit interessierten Parteien bei einem Workshop ihre unterschiedlichen Erwartungen und Hoffnungen diskutieren. Das Südasien-Institut und seine Studenten werden dabei vom Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner unterstützt, dessen Asien-Reise ihn unter anderem nach New Delhi führen wird. Auf dem Workshop in der indischen Hauptstadt wird er sich mit eigenen Augen davon überzeugen können, wie intensiv die Verbindungen zwischen Heidelberg und New Delhi bereits entwickelt sind: Etliche Austauschprogramme zwischen der Universität Heidelberg und ihren lokalen Partnerinstitutionen bestehen bereits seit vielen Jahren, und immer wieder entstehen neue Felder der Zusammenarbeit. So wird die Außenstelle des Südasien-Instituts aktuell zum Liaison-Office des Exzellenzclusters „Asia and Europe“ der Universität Heidelberg ausgebaut. Denn Indien befindet sich im Wandel - und das Südasien-Institut will alle Entwicklungen auch weiterhin aus nächster Nähe dokumentieren und analysieren.

18 Mar 2009
Seitenbearbeiter: E-Mail
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