Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Neusprachliche Südasienstudien
SAI|Südasien-Institut
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Hindi

Hindi kann wie das Urdu als literarische Variante des Hindustani bezeichnet werden, der lingua franca des nördlichen indischen Subkontinents. Hindi ist seit 1947 mit dem Englischen zusammen Staatssprache Indiens. Das heutige Standard-Hindi basiert auf der Umgangssprache von Delhi, der so genannten Khari boli, und wird in der Devanagari-Schrift geschrieben. Grammatikalisch unterscheidet es sich kaum vom Urdu, wohl aber in der Lexik.


Die Hindi-Literatur weist eine fast eintausendjährige Geschichte auf; der größte Teil der vormodernen Werke ist allerdings in mit dem heutigen Standard-Hindi verwandten, aber eigenständigen Literatursprachen wie Braj und Avadhi verfasst, welche dem Hindi-Studierenden nicht ohne weiteres zugänglich sind. Schrifttum im heutigen Standard-Hindi entsteht vornehmlich seit dem 19. Jh., und heute ist das Hindi Medium einer umfangreichen modernen Literatur.
Regional ist Hindi hauptsächlich im nordindischen „Hindi Belt“ verankert; als Zweit- oder Drittsprache wird es aber weit darüber hinaus verstanden.

Ein Hindi-Studium bietet:

  • Zugang zu einer der großen neueren Literatursprachen Südasiens für sprach- und literaturwissenschaftlich Interessierte
  • die Vorzüge, die eine Beherrschung der großen lingua franca des nördlichen Subkontinents mit sich bringt
  • Material für die moderne kulturelle, religiöse und politische Geschichte (Nord-) Indiens
  • Dis sprachlichen Voraussetzungen für die eigenständige Informationsbeschaffung aus regionalen und nationalen Medien ( Presse, Hörfunk, Internet, Fernsehen)
  • Zugang zur Sprache der so genannten Bollywood-Filme (eine allgemein verständliche Umgangssprache, welche häufig zahlreiche Anglizismen enthält)
Seitenbearbeiter: jl
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