Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Neusprachliche Südasienstudien
SAI|Südasien-Institut
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Bengali

Bengali gehört wie Urdu und Hindi zu den neuindoarischen Sprachen. Gesprochen wird es im indischen Westbengalen, in Bangladesh (wo es Staatssprache ist) und in angrenzenden Gebieten. Nach dem Hindustani (Hindi/Urdu) ist Bengali mit mehr als 200 Mio. Sprechern die zweitgrößte Sprache des indischen Subkontinents und eine der größten Sprachen der Welt. Weniger bekannt ist, dass Bengali zugleich die größte Muttersprache südasiatischer Muslime ist: Etwa jede(r) siebte Muslim(in) der Welt spricht Bengali.

Bengali ist Medium einer etwa eintausendjährigen Literaturgeschichte, in der sich sowohl hinduistische als auch muslimische Traditionen herausbildeten. Große Bedeutung erlangte die bengalische Literatur besonders im 19. und 20. Jahrhundert, als Kalkutta zum geistigen Zentrum des kolonialen Indiens und Kristallisationspunkt der südasiatischen Moderne wurde. Einige bengalische Autoren erlangten den Status moderner Klassiker, deren Bedeutung weit über Bengalens Grenzen hinaus reicht, allen voran der bengalische Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore.

Bis heute beruft sich Bengalen und insbesondere Kalkutta auf seine vitale Geisteskultur, was sich u. a. in einem lebhaften Kulturbetrieb und hochwertigen geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen niederschlägt.

Ein Bengali-Studium bietet:

  • Zugang zu der größten Sprache des östlichen Subkontinents und Kontakt zu einer der großen südasiatischen Regionalkulturen; Einblick in eine der wichtigsten modernen Literaturen des Subkontinents
  • vielfältiges Material besonders zur britischen Kolonialzeit und zur Moderne (interessant für Literaturwissenschaftler, Religionsgeschichtler, Historiker, Politologen usw.)
  • Zugang zu einer regen geisteswissenschaftlichen Tradition
Seitenbearbeiter: jl
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