Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Studium

Vorlesung

Hindukusch-Karakorum-Himalaya: Naturraum und Entwicklungsprozesse in Hochasien

Dozent: Prof. Dr. Marcus Nüsser
Zeit: Donnerstag 13-14.30 Uhr
Raum: SAI Z10

Inhalt:
Mit dem über 2500 km langen Himalaya-Bogen, dem Karakorum, dem Hindukusch und dem in einer durchschnittlichen Höhe von über 4500 m gelegenen tibetischen Plateau umfasst Hochasien die größte Massenerhebung der Erde. Mit Gipfelhöhen, die nur hier über 7000 m erreichen und einer ausgeprägten horizontalen und vertikalen Differenzierung aller Landschaftselemente bilden die jungen Faltengebirge ein herausragendes Beispiel für vielfältige Fragestellungen aus dem Bereich der vergleichenden Hochgebirgsforschung und der problemorientierten Mensch-Umwelt-Forschung. Nach einer grundlegenden Einführung in die Entwicklung dieser Forschungsrichtungen werden die wichtigsten naturräumlichen Strukturen (Geologie, geomorphologische Höhenstufen, Klima, Diversitätsmuster) und landschaftsökologischen Prozesse (Gletscherdynamik, Vegetationsveränderung) im ersten Teil der Vorlesung aufgezeigt. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf den regionalen Vergleich von Höhenstufen und Höhengrenzen gelegt. In einem weiteren Teil wird die humangeographische Dimension im Zentrum der Ausführungen stehen. Neben agrargeographischen Aspekten der Landnutzung und dem Umbruch bergbäuerlicher Kulturlandschaften werden Migration und Staatenbildung sowie Konfliktmuster den Schwerpunkt der Ausführungen bilden.

Literatur

Ives, J. D. (2004): Himalayan perceptions. Environmental change and the well-being of mountain peoples. London, New York (= Routledge Studies in Physical Geography and Enironment, 6).

Ives, J. D. / Messerli, B. (1989): The Himalayan Dilemma. Reconciling development and conservation. London, New York.

Zurick, D. / Karan, P. P. (1999): Himalaya. Life on the edge of the world. Baltimore, London.

Nüsser, M. (2012)(Moderator): Himalaya: Mensch und Umelt. Geographische Rundschau.