Ruprecht-Karls-Universität
Heidelberg

Studium

Übung im Gelände - Kohle, BVB und Kultur: Strukturwandel zwischen Dortmund und Duisburg

Dozent: Susanne Schmidt und Marcus Nüsser
Zeit: 5 Exkursionstage (13.-17. Februar 2012)
Vorbesprechung: 14. Juli 2011, 18 Uhr, SAI R105
Module B.A. Geographie: RG1, RG3; M.A. Geographie: FH01

Es sind noch Plätze frei. Anmeldung bitte per E-mail bis 15.Oktober

Inhalt:
Den Steinkohlelagerstätten und der Stahlindustrie verdankt der größte Ballungsraum Deutschlands seinen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit der ökonomischen Bedeutung ging die Ausbildung einer spezifischen kulturellen Prägung einher, die sich beispielsweise auch in der ungebrochenen und identitätsstiftenden Bedeutung des Fußballs äußert. Der Strukturwandel, der bereits in den 1960er Jahren eingesetzt hat, geht einher mit den hohen Förderungskosten der Kohle und der Aufgabe vieler Zechen. Von der früher raumprägenden Industriestruktur zeugen noch heute alte Industriebrachen, die im Rahmen der „Industriekultur“ zunehmend umfunktioniert werden, um somit als Zeitzeugen erhalten zu bleiben. Prominentes Beispiel hierfür ist die Zeche Zollverein in Essen, die 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde und heute Museen sowie eine Vielzahl an Kunstwerkstätten und Ateliers beherbergt. Ökologische und landschaftliche Folgen des Kohlebergbaus sind die unzähligen Kohlehalden, die zur Reduktion der Feinstaubemission begrünt wurden und heute der Naherholung dienen, sowie die Oberflächenabsenkungen, die teilweise durch Seen aufgefüllt werden (Phoenixsee) oder die Versuche zur Renaturierung ganzer Flussläufe, wie der Emscher. Auf der Exkursion solle dieser Wandel an ausgewählten Standorten nachvollzogen werden.

Bemerkungen:
Kosten ca. 350,- €
Max. 16 Teilnehmer