Ruprecht-Karls-Universität 
Heidelberg

Studium

Regionales Proseminar - Ressourcennutzung in Indien: Praktiken, Problemfelder, Konzepte

Dozenten: Martin Gerwin
Zeit: Blockveranstaltung: 31.3.-3.4. 2008
Täglich 9 - 17 Uhr (4 Sitzungen jeweils 90 min)
Raum: SAI 316
Erster Termin: 31. April 2008, 9 Uhr c.t.
Anmeldung: per Mail an martin.gerwin@uni-heidelberg.de
Vorbesprechung: 6. Februar 2008, 13.15 Uhr SAI 105

Inhalt:
Nach einer grundlegenden Einführung in die physischen (Klima, Vegetationszonen) und die sozioökonomischen Grundlagen (Regierungsformen, Wirtschaft, Kasten) werden anhand von Fallbeispielen einige der Problemfelder der Ressourcennutzung innerhalb der Indischen Union aufgezeigt. Die Fallbeispiele umfassen u. a. historische und rezente Waldnutzungen im indischen Himalaya, mobile Tierhaltung in Rajasthan, die Staudammproblematik (Stichworte: Narmada und Tehri), Verstädterung und Gesundheit sowie Wasserkonflikte. Eingebettet werden diese Fallbeispiele in theoretische Überlegungen der Mensch-Umwelt-Beziehungen, wie z. B. der Politischen Ökologie, der Humanökologie, Vulnerabilitäts- und Lebenssicherungsforschung und der in den letzten Jahren zunehmend Beachtung findenden Konzepte zu Umweltbewegungen.

Literatur:

  • Bronger, D. [Hrsg.] (1996): Indien. Größte Demokratie der Welt zwischen Kastenwesen und Armut. Gotha.
  • Krings, T. & B. Müller (2001): Politische Ökologie: Theoretische Leitlinien und aktuelle Forschungsfelder. In: Reuber, P. & Wolkersdorfer, G. [Hrsg.]: Politische Geographie. Handlungsorientierte Ansätze und Critical Geopolitics. Heidelberg, S. 93-116.
  • Krüger, F. (2003): Handlungsorientierte Entwicklungsforschung. Trends, Perspektiven, Defizite. In: Petermanns Geographische Mitteilungen, Bd. 147 (1), S. 6-15.
  • Stang, F. (2002): Indien. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik. Darmstadt.