Regionales Proseminar - Ladakh - Hochgebirgsregion zwischen Tradition und Wandel

Juliane Dame

Zeit: Donnerstag 9:15-10:45 Uhr
Raum: SAI 317
Erster Termin: 19. April 2007
Anmeldung: per E-Mail
Vorbesprechung: 8. Februar 2007 - 15 Uhr - SAI 105

Inhalt:
Die indische Hochgebirgsregion Ladakh ist einerseits durch ihre periphere Lage und eingeschränkte Erreichbarkeit jenseits des Himalaya-Hauptkamms und an der Grenze zu Pakistan und Tibet charakterisiert. Andererseits ist die Region seit der indischen Unabhängigkeit in das Zentrum geopolitischer Interessen gerückt. Die naturräumliche Ausstattung der Region wirkt als limitierender Faktor auf Landnutzungs- und Besiedlungsmuster. In Ladakh basiert die Lebenssicherung der lokalen Bevölkerung primär auf agrarwirtschaftlicher Ressourcennutzung (Bewässerungs- und Weidewirtschaft). Seit der Auflösung Britisch-Indiens ist Ladakh veränderten politischen Rahmenbedingungen und sozioökonomischen Transformationsprozessen ausgesetzt. Hierzu zählen u. a. der Rückgang des zentralasiatischen Handels, die Einbindung in den indischen Nationalstaat, die zunehmende Stationierung von Streitkräften und die touristische Erschließung Ladakhs. Im Rahmen des regionalen Proseminars werden physisch- und humangeographische Charakteristika der Hochgebirgsregion erarbeitet und ausgewählte Aspekte des Wandels erörtert. Die regionalgeographischen Fragestellungen werden im Kontext aktueller geographischer Konzepte und Themenfelder diskutiert.

Scheinanforderungen:
aktive und regelmäßige Teilnahme an den Seminarsitzungen
Referat und schriftliche Ausarbeitung

Bemerkungen:
Vergabe der Referatsthemen in der Vorbesprechung
Bachelor-Studierende des Studiengangs „Südasienstudien“ können 4 Credit Points erwerben.

Literatur:
Wird in der Vorbesprechung bekannt gegeben.