Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Rückblick Dieter Conrad Memorial Lecture 2013


Die diesjährige Dieter Conrad Memorial Lecture wurde von dem Historiker Prof. Dr. David Ludden am 27. Juni am Südasien-Institut mit einem Vortrag zum Thema "Asian Histories of Globalization: Long Distance Mobility and Territorial Power in the Longue Durée" gehalten. Um die herausragenden Leistungen Conrads während seiner Arbeit am Südasien-Institut zu würdigen, wird die Dieter Conrad Memorial Lecture im jährlichen Turnus abgehalten.

Nachdem Prof. Ludden an der Fakultät für Geschichte an der Universität Pennsylvania von 1981 bis 2007 arbeitete, hält er derzeit eine Professur für Politische Ökonomie und Globalisierung und ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der New York University. Prof. Ludden blickt auf 45 Jahre herausragende Forschung in Südasien mit einem Schwerpunkt auf Südindien und in jüngster Zeit Bangladesch und Nordost-Indien, zurück. Seine zahlreichen Publikationen umfassen ein breites Spektrum von Themen wie der tamilischen Poesie, der Agrargeschichte, der Geistesgeschichte der Subalternität, der wechselnden Regime-Entwicklungen und der Geschichte des globalen Kapitalismus.

In seinem Vortrag schlug Prof. Ludden vor, die Geschichte der Globalisierung Asiens unter dem Gesichtspunkt der Fernmobilität zu verstehen. Die weit reichenden Bewegungen von Menschen, Gütern und Ideen haben die lokalen Gegebenheiten in Asien langfristig bis in die Gegenwart geformt, vor allem, wie sie zu den Küstenregionen, den inländischen Grenzen und den kulturellen Räumen territorialer Macht zählen. Der Vortrag lieferte die Grundlage für das demnächst erscheinende Buch mit dem Namen "History Inside Globalization: Spatial Power and Inequity in Asia".

Der Vortrag wurde mit einer Willkommensansprache durch den Direktor des Südasien-Instituts Prof. Hans Harder eröffnet, anschließend folgte eine Einführung von Prof. Gita Dharampal-Frick, welche Prof. Ludden’s einflussreiche Leistungen und akademischen Erfolge würdigte. Nach der Veranstaltung äußerte Prof. Ludden den Wunsch nach einer künftigen verstärkten Zusammenarbeit und einem Austausch zwischen seiner Abteilung und dem Südasien-Institut.


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