Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Singhalesisch

Singhalesisch gehört zur indoiranischen bzw. indoarischen Untergruppe der indogermanischen oder indoeuropäischen Sprachen. Die Sprache wurde stark durch die dravidischen Sprachen und besonders das Tamil beeinflusst, sowohl lexikalisch als auch syntaktisch. In der Kolonialzeit zwischen 1505 und 1948 wurde das Singhalesisch durch Lehnwörter aus dem Portugiesischen, Holländischen und Englischen bereichert.

Heute sprechen etwa 18 Millionen Menschen Singhalesisch, vorwiegend in Sri Lanka (früher Ceylon). Dort ist es die Sprache der Singhalesen, der größten ethnischen Gruppe auf der Insel. Seit 1958 ist es die erste Amtsprache des Landes.

Singhalesisch besitzt eine eigene Schrift und befindet sich, wie viele andere moderne indische Sprachen, in einer Diglossie-Situation, in der sich die Schriftsprache erheblich von der Umgangsprache unterscheidet.

Wer sich für die Kultur und Geschichte Sri Lankas und die dortige Form des Buddhismus (Theravāda) interessiert, hat von der Sprache des Singhalesisch großen Nutzen. In unserem Sprachkurs steht vor allem das Erlernen der modernen gesprochenen Sprache im Vordergrund. Gleichzeitig vermittelt er eine Sprachkompetenz, mit der die Studierenden auch leichte singhalesische Texte verstehen und übersetzen können.


Lehrbücher:

  • Premalatha JAYAWARDENA-MOSER, Klaus MATZEL: Einführung in die singhalesische Sprache. Harrassowitz Verlag 2001
  • Premalatha JAYAWARDENA-MOSER: Grundwortschatz Singhalesisch – Deutsch. Mit grammatischer Übersicht. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag2004
  • C. H. B. REYNOLDS: Sinhalese: School of Oriental and African Studies. University of London, London 1980.

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