Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2008/2009

Vorlesungen


(V) Buddhismus I: Der Buddha und der frühe Buddhismus (Michaels, Maithrimurthi)

Inhalt: Die Vorlesung führt in das Grundwissen des frühen Theravada-Buddhismus ein, befasst sich mit dem Leben des Buddha und seine Grundlehren sowie die buddhistische Praxis.

Lern- und Qualifikationsziele: Erlernen des buddhistischen Grundwissens, Verständnis der grundlegenden buddhistischen Lehren.

  • Mittwoch 11:00 - 13:00 wöch, NUni Raum 5
  • Begin: 8.10.2008
  • 2 SWS
  • Leistungsnachweis: Vorlesungsklausur (28.1.08; mdl. Ersatzprüfungen nur auf Attest und nach Vereinb.)
  • Verwendung in den Modulen: W Ergänzungswissen Südasienkunde I, W Vertiefungswissen Südasienkunde I, Graduiertenprogramm des Exzellenzclusters „Asia and Europe“

Programm

8.10. 2008
Einführung (Überblick, Literatur, Programm)
15.10.
Das Buddhistische Schrifttum
21.10.
Buddhistische Schulen
28.10.
Der historische Buddha I: Leben
5.11.
Der historische Buddha II: Umwelt
12.11.
Atheismus und Buddhas Schweigen
19.11.
Buddhistische Lehren I: Leiden
26.11.
Buddhistische Lehren II: Nicht-Selbst
3.12.
Buddhistische Lehren III: Nirvana
10.12.
Buddhistische Ethik
17.12.
Der buddhistische Orden
14.1. 2009
Nonnen im Buddhismus
21.1.
Die buddhistische Meditation
28.1.
Klausur

Literatur
Wird in der ersten Vorlesung bekannt gegeben. Zur Vorbereitung:

  • Heinz Bechert und Richard Gombrich, Der Buddhismus. München: C.H. Beck 1989 etc. Hans Wolfgang Schumann, Der historische Buddha, München: Diederichs, 1990.
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Seminare

(PS) Klassische Indische Philosophie / Classical Indian Philosophy (Lamers, Pathak)

Inhalte: Anhand grundlegender Kategorien wie Metaphysik, Ontologie und Logik werden die sechs traditionellen hinduistischen Philosophien vorgestellt und verglichen. Ferner wird auf ihre Entstehungsgeschichte und ihre jeweilige Entwicklung und Differenzierung eingegangen.

Lern- und Qualifikationsziele: Verstehen der Entstehungsgeschichte indischen philosophischen Denkens Differenzierte Analyse grundlegender Themen in Abgrenzung zu westlichen Konzepten Überblick über hinduistische Philosophie in Abgrenzung zur Religiösität und anderen Schulen


  • Dienstag 09:00 - 11:00 wöch, Kantsaal (Philosophisches Seminar)
  • Veranstaltungsbeginn: 7.10. 2008
  • 2 SWS
  • Leistungsnachweis: Hausarbeit, Referat/Präsentation
  • Verwendung in den Modulen: W Ergänzungswissen Südasienkunde I, W Vertiefungswissen Südasienkunde I

Literaturhinweise

  • Frauwallner, E. 1953. Geschichte der indischen Philosophie, 1. und 2.Band. Salzburg: Otto Müller Verlag.
  • Ganeri, Jonardan, “Hinduism and the Proper work of Reason”, The Blackwell Companion of Hinduism, ed. Gavin Flood, Blackwell, pp. 411-446.
  • Halbfass, W., "Darśana, ānvīkṣikī, Philosophie." in ders. Indien und Europa. Stuttgart: Schwabe, 1981, pp. 296-327.
  • Mohanty, J. N., Classical Indian Philosophy, Rowman & Littlefield Publishers, Lanham, 2000.
  • Mohanty, J. N., Reason and Tradition in Indian Thought, Clarendon Press, Oxford, 1992.
(PS) The Body in South Asia (Michaels)

Contents: The body in South Asia has been the topic of several academic debates in the past decades. The seminar will be held in English (however, essays can also be delivered in German) and focus notions of the body in various Vedic, Hindu and Buddhist contexts. It will combine indological and anthropological methods and theories.

Aims and qualifications of the seminar: Comprehension of notions of the body and embodiment in South Asian religions, study of theories on embodiment, work on the historical dimension of body concepts.

  • Tuesdays 11:00 - 13:00 weekls, SAI, Room 317
  • Begin :14.10.2008
  • 2 SWS
  • Tests: Paper with oral presentation, essay
  • The Seminar can be part of the following BA and MA courses: MA Health and Environment in South Asia, MA Kultur- und Religionsgeschichte Südasiens

Literature (selection):

  • Veena Das, „Paradigms of Body Symbolism: An Analysis of selected Themes in Hindu culture“, in: Indian Religion, ed. by R. Burghart and A. Cantlie. London Curzon Press, 1985, 180-207.
  • Images du corps dans le monde hindou, eds. V. Bouillier et G. Tarabou. Paris: CNRS, 2002 (in French with English summaries).
  • Gavin Flood, The Tantric Body – The Secret Tradition of Hindu Religion. London: I.B. Tauris, 2006.

Programme:

14.10. 2008
Introduction
21.10.
The Purusha hymn in the Rgveda
28.10.
The body in Sāṃkhya philosophy
4.11.
The body in Ayurveda
11.11.
The embodiments of the gods
18.11.
The embodiment of the Buddha(s)
25.11.
The ascetic embodiments: body techniques
2.12.
The body in Tantrism
9.12.
(Body) purity and impurity in Hinduism
16.12.
The wrestlers in Benares
13.1. 2009
The body of India
20.1.
--- (no seminar)
27.1.
Conclusions
(PS) Geschichte der klassischen Sanskritliteratur II (Deigner)
  • Dienstag 9:00 - 11:00 wöch, SAI R214
(PS) Body, Mind, and Personal Identity in Buddhism (Kramer)

Seminar zum Personenkonzept und zur Subjektivität in der aktuellen westlichen Debatte und im Buddhismus

  • Donnerstag 14:45-16:30, wöch, R110, Voßstr.2
(PS) Einführung in die Indologie (Michaels, Lamers)
  • Dienstag 16:00 - 18:00 wöch, SAI R317
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Sprachkurse

(SK) Sanskrit I (Lamers, Maithrimurthi)
  • Montag 14.00 - 16.30, Freitag 13:00 - 15:00, Mittwoch 9:00 - 11:00 (Alles s.t.) wöch, SAI E11
  • 6 SWS
(SK) Nepali I (Ortlieb)
  • Montag 11:00 - 13:00 wöch, SAI R509
(SK) Pali I (Maithrimurthi)

Mit der Bezeichnung Pāli ist eigentlich die Sprache gemeint, in der der einzige in einer indischen Sprache erhaltene buddhistische Kanon verfasst worden ist, der Kanon der sog. Südlichen- bzw. Theravāda-Schule des Buddhismus.

Pāli ist einer der mittelindischen indoarischen Dialekte (Prākrit). Die Lehrreden des  Buddha, die im Laufe der Zeit in verschiedenen mittelindischen Sprachen aufbewahrt und mündlich tradiert worden waren, wurden laut Singhalesischen Chroniken spätestens im ersten Jahrhundert v. Chr. auf Sri Lanka, samt Kommentaren in Pāli niedergeschrieben. Pāli besitzt eine umfangreiche Literatur (außerkanonisch und Kunstdichtung etc.)

Das Erlernen dieser Sprache ist besonders für die Buddhismusforschung, sowohl in philologischer als auch ideengeschichtlicher Hinsicht, sehr hilfreich. Bei dieser Veranstaltung werden die Studierenden in die Morphologie, Phonetik, Grammatik, Syntax und das Vokabular der Pāli-Sprache eingeführt. Ziel dieses Kurses ist Sprachkompetenz, mit der die Studierenden leichte und mittelschwere kanonische Passagen verstehen und übersetzen können.

Vorkenntnisse in Sanskrit sind hilfreich aber nicht notwendig.

  • Freitag 9:00 - 11:00 wöch, SAI R312
  • Leistungsnachweis: Klausur am Ende des Semesters
(SK) Pali II (Roock)
  • Dienstag 18:00 - 20:00 wöch, SAI R317
(SK) Tibetisch II (Straube)
  • Donnerstag 13:00 - 17:00 14-tägig, n.V.
(SK) Singhalesisch III (Maithrimurthi)

Fortsetzung des Kurses Singhalesisch II vom SS 2008.

  • Montag 15:00 - 17:00 wöch, SAI R312

Lehrbücher:

  • Reynolds, C.H.B.: Sinhalese: School of Oriental and African Studies, University of London, London 1980. 319S.
  • Premalatha Jayawardena-Moser, Klaus Matzel: Einführung in die singhalesische Sprache: Harrassowitz Verlag 2001. 264S.
  • Premalatha Jayawardena-Moser: Grundwortschatz Singhalesisch – Deutsch: Mit grammatischer Übersicht. 3., Überarbeitete Auflage. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2004.

Bitte beachten: Der Kurs findet erst ab Montag, den 20.Oktober statt.

Lektürekurse

(LK) Eine Auswahl leichter Sanskrit-Lektüre (Mathrimurthi)

In diesem Kurs wird eine Auswahl von Texten gelesen, die in einer relativ einfachen Sprache verfasst sind. Die Auswahl besteht aus einigen Stotren (Upadeśapañcaka, Gurvaṣṭaka, Śivapañcākṣara etc.), Subhāṣitas, kleinen Anekdoten von Hitopadeśa/Pañcatantra, einem kleinen, relativ späten Upaniṣad (Kalisantaraṇopaniṣad) und aus einigen Comics aus der Serie Amar Citra Kathā.

  • Dienstag 14:00 - 16:00 wöch, SAI R509
  • 2SWS
  • Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, eventuell Abschlussklausur.
  • Geeignet für Studierende (inkl. BA) ab dem 3. Semester
(LK) Sāvitryupākhyāna des Mahābharata (Mathrimurthi)

Das Savitryupākhyāna, das im indischen Epos Mahabharata (Aranyakaparvan) vorkommt, erzählt die Liebesgeschichte von Savitri und dem Prinzen Satyavan. Diese anmutige Episode ist in der indischen Erzählliteratur sehr beliebt. Die Heldin dieser Geschichte, Savitri, rettet ihren Mann, Satyavan, aus der Schlinge des Todesgottes Yama, indem sie ihn mit ihrer Klugheit und Hingabe an ihren Ehemann besonders beeindruckt. Noch heute ist Savitri im indischen Kulturkreis als ein Symbol für Reinheit und eheliche Treue hoch angesehen.

  • Mittwoch 14:00 - 16:00 wö, SAI R316
  • 2SWS
  • Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, eventuell Abschlussklausur
  • Geeignet für Studierende (inkl.BA) ab dem 3. Semester.
(LK) Die Guhyāvalī (Mathrimurthi)

Die Guhyāvalī (von Daüḍīpāda) ist ein relativ kurzer buddhistischer Tantra-Text, der möglicherweise aus dem 9. Jh. n. Chr. stammt. Ein Kommentar (vivṛti) zu diesem Werk stammt von Śrī-Ghanadeva (12 Jh. n. Chr.).

  • Mittwoch 16:00 - 18:00 wöch, SAI R312
  • 2SWS
  • Geeignet für Studierende ab dem 5. Semester
(LK) Das Menschenbild der Yogacaras (Kramer)

Vergleichende Lektüre von Vasubandhus Pancaskandhaka in Sanskrit, Tibetisch, Chinesisch. (Gegebenenfalls auf Englisch.)

  • Donnerstag 13:00 - 14:30, wöch, R110, Voßstr.2
(LK) Buddhistische Erzählungsliteratur: Die Jātakamālā des Haribhaṭṭa (Bao Do)

Der buddhistische Dichter Haribhaṭṭa, ein im Himālaya möglicherweise freiwillig aus dem Leben geschiedener Königssohn, verfasste in der Nachfolge Āryaśūras etwa zu Beginn des 5. Jahrhundert das Werk Jātakamālā, “Kranz der Vorgeburtsgeschichten [des Buddha]”. Es umfasst 34 Geschichten, welche die sechs buddhistischen Kardinaltugenden, sog. Pāramitās, auf eindrückliche Art und Weise illustrieren. Ein besonderes Merkmal der Jātakamālā-Gattung ist der Campū-Stil, der aus einer kunstvollen Mischung von Prosa und Versen besteht. In diesem Lektürekurs sollen einige ausgewählte Geschichten gelesen werden.

  • Freitag 14:00-16:00,(oder nach Vereinbarung) wöch.
  • 2SWS
  • Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme.
  • Geeignet für Studierende ab dem 5. Semester.

Literatur:

  • 1. Michael Hahn: Haribhaṭṭa and Gopadatta. Two Authors in the Succession of Āryaśūra. On the Rediscovery of Parts of Their Jātakamālās. 2nd edition. Tokyo: The International Institute for Buddhist Studies 1992.
  • 2. Michael Hahn: Haribhaṭṭa in Nepal. Ten Legends from his Jātakamālā and the Anonymous Śākyasiṃhajātaka. Editio Minor. Tokyo: The International Institute for Buddhist Studies 2007.

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