Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2009

Vorlesungen

(V) Buddhismus II

(Michaels, Kramer, Gutschow, Maithrimurthi)

Die in der Vorlesung "Einführung in den Buddhismus I" erworbenen Kenntnisse werden vertieft.

Zu behandelnde Themen sind beispielsweise: Buddhistische Rituale, Buddhismus in Nepal, die Philosophie von Madhyamaka und Yogācāra, die ethnographische Erforschung des Buddhismus, Vajrayāna, Tibetischer Buddhismus.

Programm (PDF)


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Seminare

(S) Opferrituale im Hinduismus

(Michaels, Bechler)

Im Rahmen dieses Seminars steht die Entwicklung des Opfers in Südasien im Vordergrund.

Ausgehend von Praxis und Bedeutung des Opfers im alten Indien werden insbesondere Feueropfer (agnistoma, homa), Tieropfer und Menschenopfer betrachtet. Aber auch mit dem Opfer in enger Verbindung stehende Elemente, wie Gabe, Königtum oder Selbst (ātman) werden eine Rolle spielen. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf dem Aspekt der Opferkritik, und damit verbundener Veränderungen im Opferritual, liegen, ehe abschließend gegenwärtige Opferpraktiken in Südasien (und in Europa) diskutiert werden.

Programm (PDF)

(S) Sanskrit-Linguistik

(Deigner)

(BS) Travelling with Ideas between Europe and India, c.1850-1959

(Zachariah)
  • Blockseminar
  • May 28-29 or 29-30; July 23-24 or 24-25, 2009.
  • KJC

This course examines several case studies and raises methodological questions about the nature of intellectual exchanges across the perceived geographical and 'cultural' boundaries between 'Europe' and 'South Asia'. Through studies of the movement of ideas across political boundaries from the late nineteenth century to the mid-twentieth century, and in multiple directions, it studies the development and reception of ideas and ideologies in South Asia and the world. Much of the course will be based on reading and analysing primary sources, not least because the secondary literature is not particularly well-developed as yet.

The central methodological problem to be addressed is one of the possibility of writing transnational intellectual histories of movements of ideas, whether travelling with an ideologue or a less tangible subject. Case studies include the 'discovery' of the Indian village community in the latter part of the nineteenth century, the celebration of 'Hindu' mysticism and the Theosophical movement, the Aryan myth in India, the reception of birth control and eugenics among Indian intellectuals, and engagements with communism and fascism in the first half of the twentieth century.

Preliminary meeting: April, 7 2009, 14:00 KJC R021

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(BS) Hochzeit in Südasien

(Michaels, Zotter)

Das Seminar muss leider entfallen.


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Lektürekurse

(LK) Bhagavadgita

(Michaels)

Die Bhagavadgita gehört zu den Grundtexten des Hinduismus und sollte von jedem Studierenden der Indologie im Original gelesen werden. Sie bietet viel: eine spannende Rahmenerzählung, Samkhya-Philosophie, Bhakti- und Yoga-Lehren, Weisungen zur Askese oder zur anteillosen Tat.

Gelesen werden ausgewählte Partien, beginnend mit Kap. 2. Der Kurs dient auch dazu, in entsprechende Internetquellen (Texte, Kommentare, Übersetzungen, Sekundärliteratur und Wörterbücher) einzuführen.

Lektüre: Wird zu Beginn bekannt gegeben.

Teilnahmebedingung: Erfolgreiche Teilnahme am Sanskrit-Grundkurs

Leistungsnachweise: Regelmäßige Teilnahme und Übernahme von Kurzreferaten.

Leistungspunkte: 5.

(LK) Hitopadesha

(Maithrimurthi)

Der Hitopadeśa („die nützliche Unterweisung“) lehrt „heilsame“ (hita) – im Sinne von dem Hörer Nutzbringende – Alltagsweisheiten, die in kurzen Episoden (Fabeln) in Prosa und teilweise in Versen eingebettet sind. Der Verfasser Nārāyaṇa erzählt die einzelnen Geschichten, modelliert nach dem anderen bekannten Werk, dem Pañcatantra, das ihm auch als Quelle für seine Erzählungen dient. Die Sprache in diesem Werk ist relativ einfach und gut geeignet für die Anfängerlektüre. Nach M. Winternitz ist dieses Werk vermutlich zwischen 9. und 14. Jhd. geschrieben.

Leistungsnachweis erfolgt durch regelmäßige Teilnahme und eventuell durch eine Abschlussklausur.

Geeignet für Studierende (inklusiv die, der B.A. Studienganges) ab dem 4. Semester.

(LK) Das Arthaśāstra (Staatsrechtslehre) des Kauṭalya

(Maithrimurthi)

Das Arthaśāstra wird gemeinhin dem Minister Cāṇakya oder Viṣṇugupta zugeschrieben, der dem Hofe von Candragupta Maurya (322–293 v.Chr.) angehört haben soll. Der Text galt als verschollen, wurde aber zu Beginn des 20 Jhd. wiederentdeckt, ediert und herausgegeben. Die meisten vorhandenen Manuskripte geben Kauṭalya (oder Kauṭilya) als Autor des Werkes an; ein Name, der auch parallel zu den o.g. Namen in den alten Texten bezeugt wird. Die Datierung des uns vorliegenden Textes ist allerdings umstritten und stammt möglicherweise vom etwa 1. oder 2. Jh. n. Chr., obwohl einige Textteile viel älter sein könnten.

In diesem Kurs wird das 6. Kapitel über die „Grundlage des Staatenkreises“ gelesen, das vor allem Normen für das politische Agieren eines Königs enthält. Dieses Kapitel ist von besonderem Interesse und in der letzten Zeit unterschiedlich aufgefasst und interpretiert worden.

Leistungsnachweis erfolgt durch regelmäßige Teilnahme und eventuell durch eine Abschlussklausur.

Geeignet für Studierende ab dem 5. Semester.

(LK) Texte des Mahāyāna-Buddhismus

(Kramer)
  • Mittwochs, 14.00 - 16.00 (s.t.)
  • KJC R112
  • 2 SWS

Ziel der Veranstaltung ist es, einen Überblick über die wichtigsten Lehrinhalte und die ideengeschichtliche Entwicklung des Mahāyāna-Buddhismus zu erlangen. Zu diesem Zwecke werden exemplarische Ausschnitte aus Texten der Yogācāra- und der Madhyamaka-Tradition gelesen.

Eine erste Auswahl der Werke umfasst den Mahāyānasūtrālaṃkāra (大乘莊嚴經論), die Triṃśikā Vijñaptimātratāsiddhi (唯識三十論頌) sowie die Mūlamadhyamakakārikās (中論). Da die Lektüre auf der Grundlage der in Sanskrit und/oder Chinesisch verfassten Primärquellen erfolgt, richtet sich diese Veranstaltung an Studierende der Indologie und Sinologie.

Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, eventuell Abschlussklausur.

Geeignet für Studierende (inkl. BA) ab dem 3. Semester.

(LK) Meghaduta

(Lamers)

Meghaduta ist das wohl berühmteste lyrische Werk der Sanskrit-Literatur. Kalidasa beschreibt die sehnsüchtige Liebe eines verbannten Dieners Kuberas zu seiner Frau. Diese unerfüllte Liebe veranlasst ihn, einer Wolke eine Botschaft für seine Geliebte mit auf den Weg zu geben.

Wir werden Auszüge aus dem ersten Teil, worin der Weg der Wolke thematisiert wird, und aus dem zweiten Teil, in dem die Stadt Kuberas Gegenstand der Beschreibung ist, lesen.


Leistungsnachweis: Selbständige Vor- und Nachbereitung, Kurzreferat und Abschlussklausur

Geeignet für MA-Studierende (HF 7 LP, NF 4 LP) und Magister-Studierende ab dem 6.Semester

(LK) Sanskritgrammatik für ExamenskandidatInnen

(Do)

Dieser Kurs richtet sich an Studierende, die demnächst die Magisterprüfung zu absolvieren haben. Der Kurs wird so aufgebaut sein, dass in jeder Kurseinheit zuerst die Grammatik - mit Schwerpunkt Klassisches und Episches Sanskrit - behandelt wird und anschliessend Beispielstrophen aus dem Rāmāyaṇa und anderen Kāvya-Werken analysiert werden. Anschliessend werden größere, in sich geschlossene Passagen aus den genannten Werken gelesen.


Voraussetzung: Baldige Anmeldung zur MA-Prüfung oder Studierende ab dem 6. Semester, die verstärkt an grammtischen Problemen interessiert und zudem bereit sind, sich intensiv damit zu beschäftigen.

  • Literatur
  • Kielhorn, F.: Grammatik der Sanskritsprache
  • Whitney, W. D.: A Sanskrit Grammar (Grammar /Roots, Verb-forms)
  • Morgenroth, W.: Lehrbuch des Sanskrit
  • Stenzler, A. F.: Elementarbuch der Sanskrit-Sprache.
  • von Böthlingk, O.: Sanskrit-Wörterbuch in kürzerer Fassung
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Sprachkurse

(SK) Singhalesisch I

(Maithrimurthi)

Singhalesisch ist die Sprache der ethnischen Gruppe der Singhalesen, die die Mehrheit der Bewohner auf der Insel Sri Lanka (früher Ceylon) bildet. Singhalesisch gehört der Indo-Iranischen bzw. Indo-Arischen Untergruppe der Indo-Germanischen oder Indo-Europäischen Sprachen an. Sie ist aber im Laufe der Zeit besonders durch Tamil sowohl lexikalisch als auch syntaktisch beeinflusst und auch weiter in der Kolonial-Zeit zwischen 1505 bis1948 durch viele Lehnwörter aus dem Portugiesischen, Holländischen und Englischen bereichert worden. Heute sprechen etwa 16 Millionen Menschen, vorwiegend in Sri Lanka, Singhalesisch. Seit 1958 ist es die erste Amtsprache des Landes. Singhalesisch hat eine eigene Schrift und befindet sich, wie viele anderen modernen indischen Sprachen, in einer Diglossie-Situation, in der die Schriftsprache sich von der Umgangsprache unterscheidet. Für diejenigen, die sich für die Kultur und Geschichte Sri Lankas und besonders die dortige Form von Buddhismus (Theravāda) interessieren, ist das Erlernen dieser Sprache von großem Nutzen.

In diesem Kurs steht vor allem das Erlernen des modernen gesprochenen Singhalesisch im Vordergrund.

  • Lehrbücher:
  • Premalatha Jayawardena-Moser, Klaus Matzel: Einführung in die singhalesische Sprache: Harrassowitz Verlag 2001.
  • Premalatha Jayawardena-Moser: Grundwortschatz Singhalesisch – Deutsch: Mit grammatischer Übersicht. 3., Überarbeitete Auflage. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2004.
  • Reynolds, C.H.B.: Sinhalese: School of Oriental and African Studies, University of London, London 1980.

(SK) Singhalesisch II

(Maithrimurthi)

Diesmal lesen wir Kinderbücher: Buhuṭige Nääyoo von Lil Gunasekera und Koṇḍa Māmā von W.O.T. Fernando.

Ziel dieses Kurses ist Sprachkompetenz, mit der die Studierenden leichte singhalesische Texte verstehen und übersetzen können. Diejenigen, die schon Vorkenntnisse im Sinhala haben, können gerne noch einsteigen.


Leistungsnachweis: Klausur am Ende des Semesters. (6 Credit Punkte)

(SK) Sanskrit II

(Maithrimurthi, Lamers)

(SK) Pali II

(Maithrimurthi)

Fortsetzung des Kurses Pāli I vom WS 2008/2009

Ziel dieses Kurses ist Sprachkompetenz, mit der die Studierenden leichte und mittelschwere kanonische Passagen verstehen und übersetzen können. Vorkenntnisse in Sanskrit sind hilfreich aber nicht notwendig.


Leistungsnachweis: Klausur am Ende des Semesters.


  • Literatur:
  • Warder, A. K.: Introduction to Pali. - 2. ed. - (Pali Text Society) London 1974.
  • Geiger, Wilhelm: Pali. Literatur und Sprache. Straßburg 1916 (Grundriß der indo-arischen Philologie und Altertumskunde I, 7).
  • Geiger, Wilhelm: A Pali Grammar, translated into English by Batakrishna Ghosh, revised and edited by K. R. Norman. Oxford: Pali Text Society, 2000)
  • von Hinüber, Oskar: Studien zur Kasussyntax der Pali, besonders des Vinaya-Pitaka. München 1968 (Münchener Studie zur Sprachwissenschaft. Beihefte. Neue Folge 2).
  • von Hinüber, Oskar: Das ältere Mittelindisch im Überblick. Wien 1986. (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. Sitzungsberichte, 467. Band).
  • Oberlies, Thomas: Pali - A Grammar of the Language of the Theravada Tipitaka, Berlin 2001 (De Gruyter. Indian Philology and South Asian Studies 3).
  • Mayrhofer, Manfred: Handbuch des Pali, Eine Einführung in das sprachwissenschaftliche  Studium des Mittelindischen, (Carl Winter – Universitätsverlag) Heidelberg 1951

(SK) Nepali II

(Ortlieb)

(SK) Pali III

(Roock)

Pāli-Lektüre für Fort- und Rückgeschrittene

Dieser Lektürekurs soll Teilnehmenden mit Pāli-Grundkenntnissen die Gelegenheit geben anhand verschiedener kanonischer Texte ansteigenden Schwierigkeitsgrades bereits erworbene Kenntnisse die Grammatik, den Wortschatz und den Stil der kanonischen Pāli-Literatur betreffend zu festigen und auszubauen.

Gerade auch Interessierte, die schon vor längerer Zeit einen Pāli-Kurs absolviert haben und jetzt ihre Kenntnisse auffrischen wollen, haben hier eine Möglichkeit dazu. Aber auch Fortgeschrittenere werden von dieser Lektüre, bei der neben sprachlichen auch inhaltliche Aspekte Berücksichtigung finden werden, profitieren.

Die Anzahl der gelesenen Texte und das wöchentliche Pensum richten sich soweit möglich nach den Wünschen und Vorkenntnissen der Teilnehmenden.

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Summer Schools

Summer School in Spoken Sanskrit

(Das)

Nepali Intensive Course

(Shreshta)

(Email:)   Seitenbearbeiter, Studienberater,
Im Neuenheimer Feld 330, D-69120 Heidelberg
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