Vorträge und Konferenzen
2012: 26. Juni
Vortrag "The Buddha’s Return Journey to Lumbinī (lumbinīyātrā)"
- von Prof. Dr. Gudrun Bühnemann (Wisconsin)
- 26. Juni 2012, SAI, 16 Uhr
Abstract:
According to Newar Buddhists, Śākyamuni Buddha visited his birthplace Lumbinī after his enlightenment. Depictions of this journey became popular in nineteenth- and twentieth-century Nepal. They show the Buddha riding standing up on a snake while being attended by Hindu deities in service to him. The scene, known as the lumbinīyātrā, is represented in numerous paintings and in wood and metal work, and is also described in texts. This strand of the Buddha legend is specific to Newar Buddhism and not attested in Indian biographic or hagiographic accounts of the Buddha’s life. In this paper I will trace the history of the lumbinīyātrā theme by examining descriptions in texts and artistic representations. I will then discuss elements of the yātrā which are also found independently in other contexts. In conclusion, I will offer some thoughts on the significance of the lumbinīyātrā theme.
2012: 21. Juni
Festvortrag und Ausstellungseröffnung "Architektur und Ritual"
- 21.6.2012, Völkerkundemuseum Heidelberg, Hauptstraße 235, 69117 Heidelberg
Im Rahmen des Jubiläprogramms "50 Jahre SAI" wird am 21.6.12 die Ausstellung "Architektur und Ritual. Tempel, Stupas und Klöster der Kathmandu-Tals. Zeichnungen aus der Sammlung Niels Gutschow" eröffnet. Prof. Dr. Michael Oppitz, bis 2008 Leiter des Völkerkundemuseums Zürich, hält um 18 Uhr einen Festvortrag zum Thema "Zeichnen in der Ethnographie"
Die Architektur der Newars, die im Kathmandu-Tal eine ganz eigene Stadtkultur mit Ritualbauten schufen, wurde erst seit dem Ende der 60er-Jahre erfasst. Niels Gutschow begann mit deren systematischer Erforschung 1971. Nach 40 jahren publizierte er 2011 ein dreibändiges Werk mit dem Titel "Architecture of the Newars. A History of Building Typologies and Details in Nepal". In der Ausstellung werden aus diesem Werk 20 zum Teil großformatige Blätter präsentiert, mit außergewöhnlicher Meisterschaft gezeichnet von newarischen Zeichnern in Tusche, mit Bleistift oder aquarelliert. Das Zeichnen mit der Hand erfordert ein wochen- oder monatelanges Erschauen eines Objekts, um alle Details zu erfassen. Nur so wird das umfangreiche, in Stein gemeißelte oder in Holz geschnitzte Bildprogramm verstanden. Die Ausstellung zeigt auch Ritualobjekte und Handwerkszeug mit Exponaten aus der Sammlung Gutschow und des Völkerkundemuseums.
2012: 24. Mai
Vortrag "Pilgerpraxis, Raumtexte und religiöse Kartographie von Benares (Vārāṇasī)"
- von apl. Prof. Dr. Jörg Gengnagel
- 24. Mai 2012, 18 h c.t., Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde, Seminarraum 1, Spitalgasse 2, Hof 2.7, 1090 Wien
zur Eröffnung der Fotoausstellung "Sakrale Topographie in Benares (Exkursion 2011)"
Die Sakraltopographie von Benares (Vārāṇasī) findet sich nicht nur in zahlreichen „Raumtexten“ über die nordindische Pilgerstadt beschrieben, sie wird auch in Form von gemalten Bildkarten, Panoramen, Lithographien und topographischen Karten visualisiert. In diesem Vortrag sollen zunächst einige Karten aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt und das Verhältnis von Text, Raum und religiöser Kartographie analysiert werden. Ausgehend von diesem Material werden dann historische und rezente Hinweise für Aushandlungsprozesse und Wandel im Kontext von Pilgerpraxis, Raumtexten und Sakraltopographie illustriert.
2012: April - Juli
Vorträge bei "SAI dabei! In 50 Fragen durch Südasien"
- werktäglich von 12.30 - 13.00 Uhr in der Peterskirche Heidelberg, Plöck 70
Im Rahmen des Jubiläprogramms "50 Jahre SAI" beantworten Experten des SAI in einer täglichen Akademischen Mittagspause in allgemeinverständlicher und prägnanter Form 50 Fragen zur Region Südasien.
Die Vorträge der Abteilung Kultur- Religionsgeschichte Südasiens (Klassische Indologie):
- 26.4.: Warum ist den Hindus die Kuh heilig? (Christof Zotter)
- 2.5.: Warum gibt es im Hinduismus so viele Götter? (Axel Michaels)
- 7.5.: Kommt der Yoga aus Indien? (Jörg Gengnagel)
- 16.5.: Ist Sanskrit eine tote Sprache? (Astrid Zotter)
- 27.6.: Ist der Buddhismus eine Religion des Mitgefühls?" (Mudagamuwe Maithrimurthi)
2012: 12. März
Vortrag "New Light on the Historiography of Nepal: The 'Wright Chronicle' reconsidered"
- von Prof. Dr. Axel Michaels und Dr. Manik Bajracharya
- Montag, 12. März, 16.00h Ort: Yala Maya Kendra, Patan Dhoka, Lalitpur.
Nepal: "New Light on the Historiography of Nepal: The 'Wright Chronicle' reconsidered" ist der Titel eines Vortrags am Montag, 12. März in Kathmandu, mit dem das 25-jährige Bestehen der Aussenstelle in Nepal und das 50-jährige Jubiläum des SAI gefeiert wird. Das Südasien-Institut präsentiert einen gemeinsamen Vortrag von Prof. Axel Michaels und Dr. Manik Bajracharya ¨ber "New Light on the Historiography of Nepal: The 'Wright Chronicle' reconsidered". Im Anschluss findet aus Anlass der Jubiläen ein Empfang statt.
Weitere Informationen bei:
Pratibha Khanal or Rajesh Lal Shrestha
Kathmandu Branch Office South Asia Institute, University of Heidelberg
E-Mail: kathmandu@sai.uni-heidelberg.de or saiktm@mos.com.np
2012: 1. - 2. März
Vortrag über das "Digital Corpus of Sanskrit"
- von PD Dr. Oliver Hellwig
- auf dem Wörterbuchcolloquium der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, Geschwister-Scholl-Strasse 2, D-55131 Mainz
PD Dr. Oliver Hellwig hält am 1./2.3. auf dem Wörterbuchcolloquium der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz den Vortrag: "Das 'Digital Corpus of Sanskrit' - Aufbau eines lemmatisierten, wörterbuchbasierten Corpus für die philologische Forschung."
2012: 1 - 2 February
Vorträge auf dem Workshop "Fate, Freedom, and Prognostication in Indian Traditions"
- von PD Dr. Oliver Hellwig und Anand Mishra M. A.
- veranstaltet vom International Consortium for Research in the Humanities "Fate, Freedom and Prognostication. Strategies for Coping with the Future in East Asia and Europe", Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Ulrich-Schalk Str. 3a, IKGF Seminar Room, 91056 Erlangen
Vortrag "Howling Jackals and Twitching Eyes – Searching for Descriptions of Omina using Computational Methods, with a Special Focus on Domain-Specific Sanskrit Vocabulary" von PD Dr. Oliver Hellwig
Vortrag "‘Fate or Freedom’ vs. ‘Fate and Freedom’ – Inside Views of Two Indian Traditions" von Anand Mishra M. A.
2012: 26 January
Vortrag "Wandel und Wiederaufbau der vedischen Identität im modernen Indien. Beispiele aus Vedaschulen in Maharashtra"
- von Boryain Larios
- Indologie Uni Tübingen, Gartenstr. 19, Raum 1.01
2012: January 6
Vortrag "Ratha = 'Chariot' or 'hero'? Computational approaches to polysemy in Sanskrit"
- von PD Dr. Oliver Hellwig
- auf der 15th World Sanskrit Conference in Neu Delhi 5. - 10. Januar 2012
2011: December 8 - 10
Konferenz "Exploring the Senses. Emotions, Performativity, and Ritual"
- Organisatoren: Prof. Dr. Axel Michaels, Prof. Dr. Christoph Wulf
- Freie Universität Berlin, Clubhaus, Goethestraße 49, 14163 Berlin
Porgrammübersicht:
- 1. Indian and Western Theories of Senses
- 2. The Anthropology of Senses
2.1 Vision and seeing
2.2 Tasting and Smelling
2.3 Movements and Touching
2.4 Sound and Hearing
2.5 The Unity of the Senses
2011: November 10
Vortrag "Aspekte von Intentionalität und Kontingenz im nordindischen Wallfahrtsort Varanasi"
- von PD. Dr. Jörg Gengnagel
- Erlangen, 10.-11. November 2011
auf der internationalen Konferenz "Unterwegs im Namen der Religion. Pilgern als Form von Kontingenzbewältigung und Zukunftssicherung in den Weltreligionen"
Abstract: Die am Ganges gelegene nordindische Stadt Varanasi (Benares) nimmt nicht nur eine wichtige Position innerhalb der über den indischen Subkontinent verteilten hinduistischen Wallfahrtsorte ein. Auch der innerstädtische Raum ist geprägt durch zahlreiche Prozessionen, die ein zentrales Element der Sakraltopographie des Ortes darstellen. Die rituellen Bewegungen im innerstädtischen Raum beginnen mit dem Ablegen eines Versprechens (saṃkalpa), in welchem die Intention formuliert wird, eine der zahlreichen Prozession durchführen zu wollen (Sanskrit: ahaṃ kariṣye “ich werde tun”). Das Ende der Prozession und damit der Abschluß der rituellen Handlungsebene ist durch einen weiteren performativen Sprechakt markiert, bei dem das Getane benannt wird (mayā kṛtam “ich habe getan”). Diese formalisierten Sprechakte zu Beginn und Ende der rituellen Bewegung im Raum enthalten ebenfalls Formeln die Fehler und Auslassungen während dem Unterwegssein reparieren sollen. Damit soll gewährleistet werden, dass die ausgeführte Handlung nicht ohne Verdienst bleibt. In meinem Vortrag soll gezeigt werden, wie Intentionalität und Kontingenz im Spannungsfeld präskriptiver “Raumtexte” der sanskritischen Tradition und historischer sowie beobachteter Pilgerpraxis zu einer äußerst dynamischen und persistierenden Praxis des Unterwegssein führt.
2011: August 15 - 20
Vorträge auf dem "Dubrovnik International Conference on the Sanskrit Epics and Puranas"
- UInter-University Centre, Don Frane Bulica 4, HR-20000 Dubrovnik, Croatia.
Vortrag von Anand Mishra, M. A.: "Analysing the Structure of Bhāgavata-Purāṇa"
Abstract: In his Tattvārtha-dīpa-nibandha Vallabhācārya (1478-1530 CE) analyses the structure of Bhāgavata-Purāṇa and examines its purpose, meaning and relevance. His attempt is to provide a semantic correlation between the organization of this text at its macro levels (śāstra, skandha, prakaraṇa and adhyāya) and its content at micro levels (vākya, pada and akṣara). According to the hermeneutical principle laid down by him, the correct meaning of a text like Bhāgavata-Purāṇa can be ascertained only when the meanings at all the seven levels mentioned above harmonize. Read more ...
Vortrag von PD Dr. Oliver Hellwig: "Automatic Topos Detection in Epic and Puranic Literature"
Abstract: Although Indological research disposes of valuable data collections such as the Epic and Puranic Bibliography and Brockington's survey of the Epics, it is still a demanding task to localize references that deal with certain predefined topics in the vast Epic and Puranic literature. The paper describes data-driven methods that make it possible to search for references of topics automatically, starting with just a few manually selected "seed references". It sketches the mathematical models on which an automatic topic search is based, and demonstrates how such a computational model can be integrated into philological work using examples from epic descriptions of omina.
2011: July, 7
Vortrag "Pāṇinian Combinatorics: A set theoretical approach towards modelling Aṣṭādhyāyī"
- von Anand Mishra M. A.
- Heinrich-Heine-Universtität Düsseldorf, Institut für Sprache und Information, Abt. für Allgemeine Sprachwissenschaft, Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf
- 7. Juli 2011, 10:30 Uhr in Raum 23.21.00.91.
Abstract: About two and a half millenia ago, the grammarian Pāṇini provided a description of Sanskrit language. His work is called Aṣṭādhyāyī as it consists of eight chapters that contain some 4000 short aphorisms (sūtras). Paṇini employs a very sophisticated meta-language in order to assure mathematical perfection and utmost brevity in the formulation of his rules. The complex combinatorics of his grammar has the potential to synthesize more than 289 million finished word forms out of just 1960 roots. The basic approach is to analyze the given linguistic expressions into constituent elements and then to provide a rule based process to synthesize the standard expressions using the set of constituents. In my presentation, I intend to discuss a set theoretical approach towards modelling the Pāṇinian process of Sanskrit grammar and demonstrate my attempts to simulate it on computer.
- Link zur Ankündigung des Vortrags und mehr Information dazu von der Universität Düsseldorf.
2011: June 23 - 26
Konferenz "South Asian Festivals on the Move"
- Oslo, June 23rd to June 25th Jun 23, 2011 10 AM - Jun 25, 2011 05:15 PM,
- Rådsalen, Lucy Smiths hus
- organisiert von Axel Michaels und Ute Hüsken
Vortrag von PD Dr. Jörg Gengnagel: "Inside and Outside the Palace: the Worship of Arms and Weapons as a Royal Festival on the Move".
Abstract: The worship of the royal insignia (cihnāni) is a central element during the festival Vijayadaśamī, the tenth day of victory, which is celebrated immediately after Navarātri. The worship of arms, weapons and vehicles (śastravahanādipūjā) on this day highlights one of the aspects of this festival, namely the beginning of the war season characterized by the trespassing of borders. Based on textual and visual sources I will look at contemporary and historical practice in Jaipur, Rajasthan. Based on this material the question will be adressed to what extant the movements inside and outside the palace are linked to aspects of border crossing. .
2011: May 26
Gastvortrag "The Knowledge Structure in Sanskrit Dictionaries"
- Gastvortrag von Dr. Amba Kulkarni,
- University of Hyderabad, India.
- Donnerstag, 26. Mai 2011, 17.00 Uhr c.t., SAI, Raum 317
Abstract: Traditional Sanskrit dictionaries like Amarakośa are important sources for an understanding of the evolution of semantic structures through which ideas and concepts are represented. An analysis of the principles and methods of organization of lexicographic knowledge provides the necessary framework for investigating the movement of concepts in a trans-cultural context. The proposed talk deals with the embedded semantic structure of traditional Sanskrit dictionaries and seeks to demonstrate the application of computational methods for their comprehension and representation on computer.
2011: May 24
Vortrag "Spatial Texts, Religious Cartography and Pilgrimage Practice. Case Studies from Banaras and Jaipur"
- Vortrag von PD Dr. Jörg Gengnagel
- auf dem Journée de l’équipe "Territoires du religieux en Asie du Sud"
- Paris, CEIAS, Rémy Delage, Mathieu Claveyrolas
Abstract: In this talk Jörg Gengnagel will present a few case studies where a simultanous look at textual prescriptions, religious cartography and pilgrimage practice illustrates conflicts and contestations linked to religious territory. In the presented cases the normative “spatial texts” seem to reflect and highlight a tension between textual prescription and actual practice. The talk likes to take up these examples in order to discuss whether the religious elites have the power to shape and control a “territoires du religieux” or whether the normative power of texts and elites seems to be rather limited. The presented material includes texts and religious and topographical maps collected at the Varanasi Research Project in Heidelberg and is in one instance based on research in Jaipur.
2011: May 20
Vortrag "Die indische Alchemie und ihre Stellung in der altindischen Wissenschaftsgeschichte"
- Vortrag von Dr. Oliver Hellwig
- Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde, Universität Wien (ISTB), Seminarraum 1, 15 Uhr c.t.
Abstract: Die indische Alchemie hat zwischen 1000 und 1600 u. Z. zahlreiche Sanskrit-Handbücher hervorgebracht, in denen chemische Experimente und die Herstellung medizinischer Präparate beschrieben werden. Der Vortrag bietet eine Übersicht über diese in der modernen Indologie kaum beachtete Lehrtradition. Dabei konzentriert er sich besonders auf die Fragen, wie die (proto) wissenschaftlichen Inhalte alchemistischer Texte quantitativ erfasst und in der indologischen Forschung verwertet werden können. Neben text- und wissenschaftsgeschichtlichen Folgerungen, die sich aus den quantitativ codierten Textinhalten ziehen lassen, spricht der Vortrag auch methodologische Konsequenzen für die textgeschichtliche Forschung an.
2011: March 25 - 26
Konferenz "Information Technologies and Innovation in Sanskrit-Based Indian Studies"
- Vorträge von Anand Mishra M. A. und PD Dr. Oliver Hellwig
- University of Vienna, Institute for South Asian, Tibetan and Buddhist Studies, Seminarraum 1, Universitätscampus, Spitalgasse 2, Hof 2.7, 1090 Vienna
Vortrag von Oliver Hellwig: Improving the automatic tokenization and lexical analysis of Sanskrit texts
Abstract: Indology nowadays disposes of large collections of digital Sanskrit texts that offer new insights into the linguistic, intellectual and religious history of ancient India. To use such collections effectively for research purposes, scholars need to have access to the linguistic structures of these texts and especially to their lexical and grammatical information. The presentation describes which methods from Computational Linguistics can be applied to extract and store such information in a semi-automatic way. The main part of the presentation is dedicated to the questions of how the accuracy of such automatic analysis methods can be improved and which accuracy rates we can expect for unsupervised linguistic analysis at the moment. The presentation is concluded with a sketch of how a complete linguistic analysis system for a text collection such as GRETIL could be designed.
2010: December 10 - 12
4th International Sanskrit Computational Linguistics Symposium
- Anand Mishra & PD. Dr. Oliver Hellwig
- (J.N.U. New Delhi)
2010: September, 20 – 24
Deutscher Orientalistentag: Südasiatische Natur- und Realienkunde
- Astrid Zotter, Christoph Zotter und PD Dr. Oliver Hellwig
- (Philipps-Universität Marburg, Centrum für Nah- und Mittelost Studien - DOT 2010, Deutschhausstr. 12, 35032 Marburg)
Astrid Zotter spricht über „Irrtum oder Kreativität? Strategien nepalischer Ritualisten zur Übersetzung von Pflanzennamen aus dem Sanskrit“, Christoph Zotter über „Zur Substitution des Brahman-Priesters im post-vedischen Ritual“ und Oliver Hellwig über „Materialgruppen in der indischen Alchemie“. Südasien wird vor allem mit Religion, Philosophie und Dichtung verbunden. Dass daneben auch eine reiche Überlieferung zu Naturkunde, Handwerk und Technik existiert, ist dagegen weniger bekannt. Im Panel Südasiatische Natur- und Realienkunde wird untersucht, wie realienkundliche Informationen in Wissenstraditionen überliefert und zwischen diesen Traditionen - auch über Sprachgrenzen hinweg - ausgetauscht wurden und werden. Die Dynamik und die Spannbreite dieser Wissenssysteme zwischen schriftlichen Zeugnissen und praktischer Anwendung wird aufgezeigt und so einen Einblick in diesen oft vernachlässigten Bereich der südasiatischen Geistesgeschichte gewonnen.
2010: 20 - 24 September
Vorträge auf dem Sympsoium "Le Livre. La Roumanie. L’Europe"
- von Boryain Larios und Anand Mishra
- in Bukarest, Rumänien, veranstaltet von der ENSSIB
- Link zum vollständigen Tagungsband
"Sacred sound becomes sacred scripture: the Veda Mandir in Naśik, Mahārāṣṭra" (Seite 233) von Borayin Larios
"On the descriptive techniques of Prātiśākhya and Aṣṭādhyāyī" (Seite 245) von Anand Mishra
2010: June, 15
Vortrag "Evaluation als akademisches Ritual"
- von Axel Michaels
- (15. Juni 2010, 11.45 Uhr - Fritz-Reuter-Saal der Humboldt-Universität Berlin, Seminargebäude am Hegelplatz, Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin)
Abstract: Bestimmte Evaluationen und Begehungen werden als Rituale inszeniert. Wie stellen sich diese im Lichte der neueren Ritualforschung dar? Der Vortrag untersucht die Merkmale solcher Rituale und fragt, ob ritualisierte Evaluationen eher Erstarrung und Routine bringen und damit von den ursprünglichen Zielen wegführen, oder ob sie zu einer sinnvollen Vergemeinschaftung von Wissenskapital und Möglichkeiten der Erneuerung von Wissensüberprüfungen beitragen. Außerdem werden Aspekte der Macht über und in Ritualen sowie der Agency angesprochen. Die These lautet: Bestimmte Evaluationen werden ritualisiert. Damit überhöhen sich Institutionen und ihre Mitglieder. Diese Ereignisse führen zu Erstarrungen bei Evaluationskriterien und -verfahren, aber auch zur Identitätsbildung von Forschergruppen und der Möglichkeit ritualdynamischer Veränderungen.
2010: Jun. 1
The Buddhist State in contemporary Sri Lanka
- Prof. (Emeritus) Dr. H.L. Seneviratne
- (Dienstag, 1.Jun. 2010, 16 Uhr (ct.) - SAI Z.10
Abstract: In the mid twentieth century, there came into being in the literature of anthropology and religion, in particular with reference to the Theravada Buddhist societies of south and Southeast Asia, a conception of a “Buddhist state”. This was understood as a species of society whose political and cultural corner stone was a triangular relation between the king, the Sangha (the Buddhist monastic order) and the people. Especially in its earliest conceptualizations this political and cultural entity was idealized and sometimes understood as a salutary alternative to the ills that characterized the rational bureaucratic modern state and its accompanying atomization into discreet individuals. This paper presents a sample of data dealing with contemporary developments in society and politics in Sri Lanka that illustrates the directions towards which the Buddhist state is moving, while holding as an alternative the thought of the great Indologist Ananda Coomaraswamy.
2010: May 20.
Wozu braucht es Rituale?
- (Langenbeck Virchow-Haus, Luisenstr. 58/59, Berlin)
- http://www.daimler-benz-stiftung.de
Unter der Leitung von Prof. Dr. Axel Michaels lädt der SFB 619 gemeinsam mit der Gottlieb Daimler und Karl Benz-Siftung ein zum 14. Berliner Kolloquium mit dem Titel "Wozu braucht es Rituale? Kulturwissenschaftliche und neurobiologische Perspektiven".
Homo ritualis?
Noch immer ist weitgehend ungeklärt, welchen psychischen Nutzen Rituale haben. Kontrovers ist, ob der Mensch überhaupt Rituale braucht. Vielen erscheinen sie als ein überflüssiger, gar hinderlicher Wurmfortsatz der Evolution; andere halten die Wiederholungen von Ritualen für das Lernen oder andere – auch kulturelle – Gedächtnisleistungen für unverzichtbar. Rituale können helfen, Emotionen zu beherrschen. Sie stehen aber auch im Ruf, Kreativität und Erneuerung zu behindern. Gibt es einen ritualisierten Zwang zum Ritual? Oder welche Freiheiten lässt das Ritual? Diesen Themen soll sich das Kolloquium in Berlin widmen.
Auf dem 14. Berliner Kolloquium der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung geht der Heidelberger Sonderforschungsbereich "Ritualdynamik" neue Wege in der Ritualforschung. Gemeinsam mit externen Forschern betrachtet er das Spannungsverhältnis von Ritual und Gewohnheit aus psychologischer und wirtschaftswissenschaftlicher, neurowissenschaftlicher und kognitionswissenschaftlicher sowie kulturwissenschaftlicher Sicht.
Ritual - das soziale Drama
An Ritualstudien und -theorien mangelt es wahrlich nicht. Die Vielzahl theoretischer sowie forschungsrelevanter Perspektiven ist überwältigend. Und doch muss weiter gefragt werden, von welcher Art das “Ritual” genannte soziale Drama (Victor Turner) ist, das immer wieder und an vielen Orten der Welt nach wie vor aufgeführt wird. Die Antworten sind vielfältig. Die einen verstehen Rituale als Medien für emotionsregulierende, angsteindämmende bzw. auslösende Verhaltenssteuerungen oder als symbolische Verfahren des Krisenmanagements mit oft zweifelhaftem Ausgang. Andere heben die solidarisierenden, kontrollierenden, hierarchisierenden, stabilisierenden, rebellierenden, heilenden, propagandistischen, spielerischen oder theatralischen Aspekte hervor. Wiederum andere sehen in Ritualen nichts anderes als magische Praktiken oder gar Heiligenerscheinungen. Nicht zu sprechen von denen, die Rituale für bedeutungslos halten oder auf artgeschichtlich vererbte Dispositionen zurückführen.
Lästiges Erbe versus Erfahrungsschatz
Diese neuen und vielfältigen Zugänge sind beeindruckend, vor allem wenn man an die erst junge Geschichte des Begriffs „Ritual” denkt. Weder im Grimmschen Wörterbuch (1893) noch in einschlägigen frühen religionswissenschaftlichen Lexika taucht das Wort auf.
Zu negativ war in (post-)protestantischen, von verinnerlichender Individualisierung geprägten Gesellschaften der Begriff besetzt; die Beschäftigung mit ihm wurde eher als Last empfunden. Rituale galten als „äußerlich” und wurden gegenüber der „inneren Handlung” und Haltung, dem Glauben oder meditativen Gebet abgewertet. Rituale waren etwas für die Anderen, für die „Wilden“ oder „Primitiven“, die Kulte, aber keine Religion kannten. Rituale galten als konservativ, traditionsbewahrend und rückständig. Erst etwa Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, nicht zuletzt angestoßen durch die Jahrestagung der American Academy of Religion im Jahr 1977, änderte sich diese Einstellung, indem das kreative und erfahrungsbezogene Potenzial von Ritualen erkannt und anerkannt wurde.
Mit der positiveren Sichtweise wurden zunehmend auch den westlichen Industriegesellschaften zueigne Handlungskomplexe als Rituale begriffen und interpretiert. Rituale wurden mehr und mehr als kulturelle (Sub)Systeme angesehen und immer zahlreichere Handlungskontexte wurden unter dem Aspekt ihrer Ritualisierung studiert.
Informationen zur geplanten Abendveranstaltung:
2009: Nov. 12.
Early Buddhism and Peace
- Prof. Dr. Lambert Schmithausen, Hamburg
- (Dienstag, Nov. 12, 2009, 18.15 Uhr - KJC, Voßstraße 2, R212)
Abstract: Buddhism started as a movement of renouncers, who had withdrawn from secular society in order to strive for spiritual perfection, or ‘inner peace’. As renouncers, they were not involved in the specific duties of the social classes, like participating in war, which was the duty of the warrior class in the first place. Even so, it is legitimate to ask whether and, if so, in which way early Buddhism addressed the issue of peace on the social and, above all, on the political level.
Prof. Schmithausen, one of the most renowned scholars on Buddhism, is Professor emeritus at the University of Hamburg. He has published a number of highly influential books and articles on concepts, spirituality, violence and ethics in Early Buddhism. On 27. June 2009, he received the Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling-Preis of the Bavarian Academy of Science.
2008: Sept. 29. - Oct. 2.
Ritual Dynamics and the Science of Ritual
- www.rituals-2008.com
- International Conference at the University of Heidelberg
2008: Jul. 7.
Buddhism and Knowledge: Some Thoughts on the Phenomenology of the Visionary Experience
- Prof. Dr. Gananath Obeyesekere, Princeton University, New Jersey
- (Montag, Jul. 07, 2008, 18.15 Uhr - Neue Universität Hörsaal 10)
About the talk: Native and European intellectuals have seen Theravada Buddhism as a kind of "rational" religion, some scholars viewing it a kind of "empiricism". Prof. Obeyesekere wants to reverse this paradigm and suggest that knowledge initially appears to the virtuoso during trance; the visionary derived knowledge is then is given secondary rational reformulation in the Buddha's discourses. Hewill use the Buddha's meditative trance during his Awakening or Enlightenment as a general take-off for a discussion of the phenomenology of visions, focusing in this lecture on the manner in which time and space appear to the visionary in Buddhism and other religious traditions, and also in dreams and in the psychoses. If time permits he will conclude the lecture with a discussion of what he calls "aphoristic thinking", a mode of thought that also by-passes the Cartesian cogito. Aphoristic thinking is exemplified not only in some Buddhist discourses but also in European thinkers like Nietzsche and Wittgenstein.
2008: May. 28. - 29.
International Symposium: Hindu and Buddhist Initiations in Nepal and India
- Heidelberg, IWH
2007: Dec. 10.
Rewriting Philosophy's Global History: Why Bhartrhari Makes This Necessary.
- Prof. Ashok Aklujkar, University of British Columbia
- (Monday, Dec. 10, 2007, 16 c.t. - SAI, Room No. Z 10)
The pace at which the Indian philosophical tradition is gaining place in world histories, encyclopedias etc. of philosophy as a worthy if not equal companion of Western philosophy is agonizingly slow. Despite the efforts at 'mainstreaming' and sophisticated comparative philosophizing made by scholars such as B.K. Matilal, Karl H. Potter, J.N. Mohanty, Elliot Deutsch, Wilhelm Halbfass and Arindam Chakrabarty, many misconceptions about Indian philosophy, particularly about its analytical side, persist. The aim of the present talk is not to dwell on the causes of this situation or to survey the work done, but to demonstrate through a striking example how the history of philosophy becomes skewed due to inattention or inadequate attention to authors in the Indian tradition.
Prof. Ashok Aklujkar received his M.A. degree in Sanskrit and Pali from the University of Poona and his Ph.D. degree in Sanskrit and Indian Studies from Harvard University. He was teaching courses in Sanskrit language and in the related mythological and philosophical literatures (occasionally also in Indian belles lettres in general) at the University of British Columbia from 1969-2006. His published research is mostly in the areas of Sanskrit linguistic tradition and poetics. Advanced students have worked under his guidance in the areas of Buddhist and Brahmanical philosophy, religion, and mythology.
2007: Oct. 29. - 31.
First International Sanskrit Computational Linguistics Symposium
- Paris-Rocquencourt Research Center of INRIA (French National Institute for Informatics and Automatics)
- http://sanskrit.inria.fr/Symposium/
2007: Sept. 24.-28.
Deutscher Orientalistentag
- Vom 24.-28.9. 2007 findet in Freiburg der 30. Deutsche Orientalistentag statt.

