Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Akademische Feier zu Ehren von Prof. Dr. Gita Dharampal-Frick anlässlich ihrer Emeritierung am 06.07.2018

Die Abteilung Geschichte Südasiens sowie das Südasien-Institut lädt alle herzlich zur akademischen Feier anlässlich Prof. Dr. Gita Dharampal-Fricks Emeritierung am 6. Juli 2018 von 10 bis 17:00 Uhr im Heinrich-Zimmer-Lesesaal des Südasien-Instituts ein. Das Poster zur Veranstaltung erhalten Sie hier sowie das detaillierte Programm hier.

Dem festlichen Teil von 10 bis 12 Uhr mit der Würdigung Gita Dharampal-Fricks schließen sich von 13 bis 17:30 Uhr wissenschaftliche Kurzvorträge von ehemaligen Schüler*innen und Kolleg*innen Gita Dharampal-Fricks an. Abgerundet wird die Emeritierungsfeier mit einer literarischen Lesung (organisiert von der Abteilung Neusprachliche Südasienstudien) und dem traditionellen Sommerfest am Südasien-Institut (organisiert von der Fachschaft des SAI).

Gita Dharampal-Frick ist seit 2002 die Abteilungsleiterin der Geschichte Südasiens am Südasien-Institut und hat das Institut wie auch die Universität im Allgemeinen in dieser Zeit entscheidend mitgeprägt. Sie war Mitglied in zahlreichen akademischen und verwaltenden Gremien, nahm an interdisziplinären Forschungsprojekten teil, initiierte Deutsch-Indische Zusammenarbeit und ging mit Leib und Seele der Forschung und der Lehre nach. Ihr origineller und engagierter Lehrstil hat Gita Dharampal-Frick am SAI zu einem wahren Studierendenfavorit  werden lassen.

Gita Dharampal-Frick kann auf eine lange fruchtbare akademische Karriere zurückblicken, die ihre eigene transkulturelle Biographie widerspiegelt. Sie entstammt einer indisch-britischen Gandhianer-Familie und hat ihre Kindheit in Indien und England verbracht. Ausgebildet wurde Gita Dharampal-Frick in Manchester, SOAS (London) und Cambridge, bevor sie ihren Master (1977) und PhD (1980) in Indologie/Geschichte von der Université Sorbonne Nouvelle, Paris mit der Dissertation "La religion des Malabars. Tessier de Quéralay et la contribution des missionnaires européens à la naissance de l'indianisme" erhielt. Professor Dharampal-Frick habilitierte sich mit einer bahnbrechenden Studie über vormoderne deutsche Berichte über Indien (Indien im Spiegel deutscher Quellen der Frühen Neuzeit (1500–1750): Studien zu einer interkulturellen Konstellation) an der Universität Freiburg im Jahr 1992. Sie war Heisenberg-Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, bevor sie zur Lehrstuhlinhaberin der Geschichte Südasiens an der Universität Heidelberg berufen wurde.

Während ihrer Zeit an der Universität Heidelberg war Gita Dharampal-Frick an innovativen, interdisziplinären Projekten wie dem Sonderforschungsbereich (SFB) 619 "Ritualdynamik." Soziokulturelle Prozesse in historischer und kulturvergleichender Perspektive (2005–2009) beteiligt, in dem sie das Teilprojekt A7 “ Ritualtransfer zwischen Südasien und dem Westen in historischer und religionswissenschaftlicher Perspektive ” leitete. Gita Dharampal-Frick war ebenfalls ein engagiertes Mitglied des Heidelberger Cluster of Excellence Asia and Europe in a Global Context: The Dynamics of Transculturality.

Gita Dharampal-Fricks Forschungsinteressen liegen im Bereich der politischen, ökonomischen, sozialen und (trans-)kulturellen Geschichte Südasiens (18.-20. Jh.), regionale und lokale historiographische Traditionen (mündliche und bildliche Geschichten), Modernisierungsprozesse und Widerstandsbewegungen in Indien nach der Unabhängigkeit sowie Südasien und der Verflechtungsgeschichte der maritimen Welt zwischen dem Indischen Ozean und dem Chinesischen Meer. Zur deutschsprachigen Geschichtswissenschaft über Südasien hat sie insbesondere durch ihre wegweisende Studie der interkulturellen Konstellationen in der vormodernen deutschen Wahrnehmung Indiens sowie durch ihre facettenreiche Analyse des Lebenswerkes und der Philosophie M.K. Gandhis unschätzbare Grundlagenarbeit geleistet.

 


Urdu Nachmittag am 22.06.2018

Die Abteilung Neusprachliche Südasienstudien lädt herzlich ein zu einem Urdu-Nachmittag, welcher am Freitag, den 22. Juni 2018 um 16 Uhr im Heinrich-Zimmer-Saal des SAI stattfindet. Kleine Vorträge und Rezitationen über oder auch in Urdu werden von SAI-Mitarbeitern, Studierenden und Gästen von außerhalb gehalten. Dabei handelt es sich um eine Hommage an eine literarische Kultur und an Christina Oesterheld, die zweieinhalb Jahrzehnte lang Urdu am SAI unterrichtet und mit Leben erfüllt hat. Das Poster zur Veranstaltung erhalten Sie hier.

 

Vorstellung und Vortrag von Sumit Ganguly

Das Südasien-Institut begrüsst herzlich Professor Sumit Ganguly als Forschungspreisträger der Homboldt-Stiftung als Gast der Abteilung Politikwissenschaft. Sumit Ganguly ist ein Distinguished Professor für Politikwissenschaft und ist Inhaber des Rabindranath Tagore-Lehrstuhls für Indische Kulturen und Zivilisationen an der Indiana University, Bloomington. Er ist außerdem Senior Fellow am Foreign Policy Research Institute, Mitglied des Council on Foreign Relations und Fellow der American Academy of Arts and Sciences (gewählt 2017). Er ist ein Spezialist für zeitgenössische Politik in Südasien und befasst sich mit Sicherheit, ethnischen Konflikten, Demokratisierung, Außenpolitik und internationaler Politik in dieser Region.

Sumit Gangulys ausführliche Profilseite ist hier verfügbar.

Am 15. Juni 2018 hält Prof. Ganguly einen Vortrag zum Thema „The Evolution of Indian Defence Policies“, welcher von 10.00 bis 12.00 Uhr im Heinrich-Zimmer Lesesaal des SAI stattfindet. Alle sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Dr. Himanshu Jha: State Processes, Ideas, and Institutional Change

Dr. Himanshu Jha veröffentlichte kürzlich einen Artikel mit dem Titel "State Processes, Ideas, and Institutional Change: The Case of the Right to Information Act in India" in der neuesten Ausgabe der Pacific Affairs (Band 91, Nr. 2, Juni 2018). Anhand historischer Beweise präsentiert dieser Artikel eine Alternative zur vorherrschenden Erzählung über die Entwicklung des Rechts auf Information in Indien. Dr. Jha zeigt, dass Ideen zur Offenheit als Teil der Oppositionspolitik innerhalb des Staates nach der Unabhängigkeit im Jahr 1947 entstanden, allmählich und schrittweise Teil der Mainstream-Politik wurden und schließlich zum RTIA führten. Der Artikel kann hier abgerufen werden  https://pacificaffairs.ubc.ca/articles/state-processes-ideas-and-institutional-change-the-case-of-the-right-to-information-act-in-india/



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News aus vorigen Jahren

Vorträge und Veranstaltungen

Montag, 18.06.2018
Dissenz und Autorität von Individuen im Mahabharata
Zeit: 16:00 Uhr - 18:00 Uhr
Ort: E11, Im Neuenheimer Feld 330
Referent: Prof. Dr. Angelika Malinar, Universität Zürich, Asien-Orient-Institut
Veranstalter: Abteilung Kultur und Religionsgeschichte Südasiens
Donnerstag, 21.06.2018
Sri Lanka on Screen
Zeit: 18:00 Uhr
Ort: Z10, Im Neuenheimer Feld 330
Veranstalter: Südasien-Institut Heidelberg
Freitag, 22.06.2018
Urdu-Nachmittag
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Heinrich-Zimmer Saal, Im Neuenheimer Feld 330
Referent: SAI-Mitarbeiter, Studierende und Gäste von außerhalb
Veranstalter: Abteilung Neusprachliche Südasienstudien
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